Tumminellis Designkritik: Audi A5
Maseraudi-Bemwe-Design

Für die Premium-Automobilmarken wird es immer schwieriger, eine eigenständige Designsprache zu definieren. Auch das hoch gelobte Coupé A5 von Audi macht da keine Ausnahme.

DÜSSELDORF. Nicht ohne Stolz wurde das Audi-Coupé A5 in Genf als Walter de’Silvas schönste Schöpfung präsentiert. Der Italiener hinterlässt ein symbolisches Erbe in Ingolstadt, jetzt wo er in Wolfsburg zum Sonnenkönig des Automobildesigns gekürt wurde: Kein anderer Chefdesigner der Welt verantwortet so viele wertvolle Marken.

Es war eine noch einigermaßen heile Welt, als der Italiener 2002 zu Audi kam – als dritter Design-Chef seit 1976. Hartmut Warkuss hatte das Unternehmen mit unermüdlichem Einsatz und dem A8 in die Nobelklasse gebracht. Unter Peter Schreyer und mit dem TT wurde Audi dann zum Vorzeigekind des deutschen Designs. Ferdinand Piëch forderte mehr Kreativität als Disziplin und holte den begabten Südländer, um die Marke Audi zu emotionalisieren.

In knapp fünf Jahren ist dies gelungen. Entscheidend war 2004 die Einführung des „Single Frame“, eine Interpretation des Kühlergrills der Auto-Union-Rennfahrzeuge. De’Silva verschaffte sich so die nötige Freiheit, um alles andere in Ruhe zu verändern. Weg sind stringente Klarheit und dogmatischer Perfektionismus.

De’Silva hat den „Cuore Sportivo“ von Alfa Romeo und Seats „Auto Emoción“ mit „Vorsprung durch Technik“ gekreuzt – und trifft den Nerv der Zeit: Im letzten Monat hat Audi erstmals mehr als 100 000 Autos abgesetzt. Aber ist De’Silvas Erbe zukunftsträchtig?

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