Tumminellis Designkritik
Passat CC: Designertricks

Mit dem auf der Autoshow in Detroit vorgestellten Passat CC schließt Volkswagen die Lücke zum Phaeton und verleiht der Marke eine neue Dimension. Als Vorbild diente den Designern dabei ausgerechnet ein Modell des Konkurrenten Mercedes.

Volkswagen hat sich Mercedes zum Vorbild genommen. Fern von Kritik oder Polemik kann man den Passat CC getrost als Kopie des überaus erfolgreichen Mercedes CLS in der schattige Ecke der Me-toos parken. Der CLS ist ein Marketing-Kunstwerk, eine getarnte E-Klasse, die sich in der S-Liga blendend verkauft. VW möchte Ähnliches erreichen – mit einem etwas besseren Passat die Lücke zum Phaeton schließen, ohne in eine neue Plattform investieren zu müssen.

Die „neue Passat-Dimension“ wurde noch unter der Regie von Murat Günak entwickelt, dem früheren Designchef von VW, der in Stuttgart den CLS ebenfalls verantwortet hatte. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Nach dem Wechsel an der Konzern- und Designspitze hat Walter de Silva eine neue Designsprache für die Volksmarke kreiert: einfach, reduziert, stringent.

Ein mehr als verständlicher Wechsel, denn es haben sich nicht nur die VW-Konzernstrukturen, sondern vor allem die Rahmenbedingungen in den Märkten verändert. Der Konsument hat genug von den übergestalteten und trotzdem ähnlichen Lifestyle-Autos. Keine Marke hätte in dieser Situation einen Wertewandel besser einleiten können als Volkswagen. Trotzdem bringt VW den CC, dessen Vorteile gegenüber der bekannten Passat-Limousine lediglich ästhetischer Natur sind. Breiter und niedriger, bietet der CC Platz für nur vier Passagiere.

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