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Turnaround an der Nasdaq

Am Nachmittag kamen die Schnäppchenjäger. Sie rissen das Steuer herum und manövrierten den Nasdaq Index wieder in die Gewinnzone. Die Talfahrt der High-Tech-Werte konnte erst einmal gestoppt werden. Das Technologiebarometer hatte sich noch gegen Mittag auf die kritische 2 000 Punkte Marke zubewegt. Auch der Dow Jones Index konnte sich vor Handelsschluss noch leicht erholen, er schaffte es allerdings nicht mehr in die Gewinnzone. Ausschlaggebend für den Aufschwung an der Nasdaq waren vor allem Qualcomm, Cisco und Oracle und JDS Uniphase. Sie schlossen als Indexführer.

Der Dow Wert IBM verhalf der High-Tech-Branche zur glücklichen Wende. Das Technologieschwergewicht bekam am Nachmittag Unterstützung von Brokerhaus Salomon Smith Barney, da sich Analyst John Jones positiv zu dem Blue Chip geäußert hat. IBM schloss als Dow Jones Gewinner. Der Optimismus über den größten Computerhersteller der Welt konnte daher auch auf andere Sektoren übergreifen. Gegen Ende des Tages tendierten die Branchen Chip, Computer, und Telekommunikationsausrüstung weit stärker.



Daher wogen die Gewinnwarnungen, die die Börse anfänglich erschüttert hatte, nicht mehr ganz so schwer. Gateway hat schon zum zweiten Mal in diesem Quartal seine Ergebnisse korrigiert. Der zweitgrößte Direktverkäufer von Computern wird im laufenden Quartal statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns von 17 Cents pro Aktie lediglich den Break-Even erreichen.



Auch 3Com hatte eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Der Netzwerkausstatter wird seine Gewinn- und Umsatzschätzungen drastisch verfehlen. Belastend hatte sich diese Warnung vorerst auch für Broadcom ausgewirkt, denn 3Com ist der größte Kunde des Chiphersteller. Analysten befürchten daher eine Gewinnwarnung bei Broadcom. Bis zum Mittag hatte Broadcom bereits 16 % verloren, doch im späten Handel drehte der Wert in die Gewinnzone. Marktbeobachter glauben, dass sich Investoren mit Aktien für Leerverkäufe eingedeckt haben. 3Com verlor am Donnerstag 16 Prozent seines Marktwerts.



Turbulenzen gab es auf dem Flugsektor. US Airways warnte vor geringeren Ergebnissen. Zu schaffen machen der Fluggesellschaft nachlassende Buchungen in der Business Class, höhere Treibstoffkosten und verstärkte Konkurrenz. Verlieren musste auch die Aktie von UAL, die den größten Teil von US Airways übernehmen will. Goldman Sachs stuft zusätzlich die Werte von Southwest Airlines und Delta ab. Der Analyst rechnet aufgrund der abkühlenden Wirtschaft mit weiterhin nachlassenden Buchungen.



Aufschwung erhielten dagegen die Werte von Ölförderern und auch großen Ölkonzernen. Die Bush-Regierung plant, Ölreserven in Alaska zu Bohrungen freizugeben. Gute Nachrichten erhielten Texaco und Chevron. Da die europäische Union die Fusion der beiden Ölkonzerne genehmigt, tendierten beide Aktien stärker.

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