Turnen Olympia
Debakel: Frühes Aus für deutsche Turnerinnen

Beim Kunsturnen sieht es nach einem chinesischen Doppelsieg aus. Im Mannschaftswettbewerb setzten sich nach den Männern am Sonntag auch die Damen an die Spitze des Wettbewerbs - in beeindruckender Manier.

Nach einer desaströsen Leistung sind die Olympischen Spiele in Peking für die Riege der deutschen Turnerinnen vorzeitig beendet. 16 Jahre nach dem bis dato letzten Auftritt auf olympischem Parkett reichte es für die Schützlinge von Cheftrainerin Ulla Koch in der Qualifikation mit 230,800 Punkten nur zum zwölften und damit letzten Platz. Lediglich die acht besten Mannschaften erreichten das Team-Finale am Mittwoch (10.30 Uhr/04.30 Uhr Mesz).

Inbesondere an Stufenbarren und Schwebebalken präsentierte sich das deutsche Sextett unsicher, die übergroße Nervosität dokumentierten sechs Absteiger allein an diesen beiden Geräten. Besonders hart traf es die Tübingerin Marie-Sophie Hindermann, die nach mehreren Patzern ihrer Konkurrentinnen am Doppelreck schon mit einem Finalplatz geliebäugelt hatte, dann aber selbst zweimal das Gerät vorzeitig verlassen musste.

Chusovitina in zwei Finalkämpfen

Besser machte es bei ihrem Olympia-Debüt für Deutschland Sprung-Europameisterin Oksana Chusovitina. Die schon 33 Jahre alte gebürtige Usbekin erreichte nicht nur an ihrem Spezialgerät, sondern auch im Mehrkampf die Medaillenentscheidung. Die Wahl-Kölnerin krönte damit ihren fünften Olympiastart, gleichbedeutend mit einem neuen Weltrekord.

"Ich werde im Sprungfinale alles versuchen, aber es wird nicht leicht werden, eine Medaille zu gewinnen", sagte die Ex-Weltmeisterin, die schon vor 16 Jahren olympisches Mannschafts-Gold für die GUS gewann. Bundestrainerin Koch führte die vielen Patzer in erster Linie auf Unerfahrenheit zurück: "Bei Olympischen Spielen gibt es viele Ablenkungen. Vielleicht hat bei den jüngeren Turnerinnen darunter die Konzentration gelitten."

Nach dem gelungenen Auftakt der Männer waren auch die chinesischen Kunstturnerinnen mit einer überragenden Leistung in die olympischen Wettbewerbe gestartet. Die Ex-Weltmeisterinnen distanzierten vor 18 000 Zuschauern im ausverkauften National Indoor Stadium mit 248,275 Punkten Weltmeister USA (246,800) und mit großem Abstand auch Russland (244,400).

© SID

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