Archiv
Tut-ench-Amun-Schätze kommen nach BonnDPA-Datum: 2004-07-19 14:43:04

Bonn (dpa) - Die sagenumwobenen Schätze aus der Grabkammer des Pharaos Tut-ench-Amun werden nach ihrer Ausstellung in Bonn für lange Zeit nicht in Europa zu sehen sein. «Wir schicken Tut-ench-Amun nur, wenn wir in Not sind; nach Bonn geht die Ausstellung in die USA», sagte die Leiterin des Ägyptischen Nationalmuseums (Kairo), Wafaa El Saddik, am Montag in Bonn.

Bonn (dpa) - Die sagenumwobenen Schätze aus der Grabkammer des Pharaos Tut-ench-Amun werden nach ihrer Ausstellung in Bonn für lange Zeit nicht in Europa zu sehen sein. «Wir schicken Tut-ench-Amun nur, wenn wir in Not sind; nach Bonn geht die Ausstellung in die USA», sagte die Leiterin des Ägyptischen Nationalmuseums (Kairo), Wafaa El Saddik, am Montag in Bonn.

Dort präsentierte die Bundeskunsthalle Details zu der Ausstellung «Tutanchamun» (4. November - 1. Mai 2005), die damit nach mehr als 20 Jahren erstmals wieder in Deutschland ist.

Mit dem Erlös der internationalen Tut-ench-Amun-Schauen soll in Kairo der Finanzbedarf für das größte Museum der Welt gedeckt werden. Dort entsteht das «Grand Egyptian Museum», dessen Fertigstellung um das Jahr 2010 geplant ist.

Die Verhandlungen zwischen Bonn und Kairo seien schwierig gewesen, sagte der Intendant der Bundeskunsthalle, Wenzel Jacob. «Sie sind zwar erfolgreich zu Ende gegangen, aber mitunter ging es zu wie im Basar.» Dies sei jedoch reizvoll gewesen, und es seien dabei Freundschaften entstanden. «Die Verhandlungen waren die Schnellsten», hob dagegen Museumsdirektorin Saddik hervor. «Sie haben nicht erlebt, was wir mit den anderen machen», sagte sie scherzhaft.

Noch in dieser Woche werden laut Saddik Verträge mit der US-Stiftung «National Geographic» unterzeichnet. Die Ausstellung gehe dann kommendes Jahr nach Los Angeles, Chikago und Miami. Derzeit ist die Schau noch bis 3. Oktober in Basel zu besichtigen. Davor war sie zuletzt 1980 in Europa.

Über die Kosten für die Tut-ench-Amun-Schau oder die Höhe ihrer Versicherung wollten die Bundeskunsthalle und der Ausstellungssponsor Deutsche Telekom keine Angaben machen. «Wir wollen diese Zahlen nicht nennen, damit wir nicht die falschen Leute anlocken», sagte Jacob. Allerdings seien «weit bessere» Konditionen ausgehandelt worden als die 5 Millionen Schweizer Franken (3,27 Mio Euro), die in Basel gezahlt wurden.

Im Mittelpunkt der Schau stehen 120 der bedeutendsten Funde aus Tut-ench-Amuns Grabkammer sowie aus dem Tal der Könige und den umliegenden Tempeln. Sie stammen aus der Zeit der 18. Ägyptischen Dynastie (1555 bis 1305 v. Chr.) und umfassen unter anderem das Diadem des Tut-ench-Amun als herausragendes Exponat.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%