TV-Bilder mit Werbung möglich
"ISS wird kein Hotel für All-Touristen"

Die Internationale Raumstation ISS wird nach Expertenmeinung in naher Zukunft "kein Hotel für All-Touristen". Wohl aber gebe es Pläne, die ISS zum Beispiel durch Live-Übertragungen in Klassenzimmer, Werbung und Verträge mit der Industrie zu vermarkten.

dpa KÖLN. "Die Forschung wird immer Priorität haben, aber es gibt eine sehr kräftige Nachfrage von Industrie und Medien", sagte am Donnerstag Klaus Berge, ISS-Projektdirektor im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln/Bonn.

Der am Donnerstag ins All gestartete Südafrikaner Mark Shuttleworth (28), dem das Abenteuer 20 Mill. $ (22,5 Mill. ?) wert ist, wird am Samstag als zweiter Weltraumtourist an Bord der ISS erwartet. Solche Besuche blieben aber die Ausnahme. "Die Amerikaner sehen darin ein Sicherheitsrisiko. Bei den Russen wissen wir ja, dass sie klamm sind. Und die Partner haben ihnen nun mal das Recht eingeräumt, Leute in ihren Module mit hoch zu nehmen", sagte der Ingenieur.

Für eine stärkere Mediennutzung müsse die Station möglicherweise erweitert werden. "Das wäre ein separater Teil, den kann man mit dem "Big Brother"-Container vergleichen. Von dort aus könnten die Astronauten direkt zu Schülern sprechen und Experimente erklären. Übertragungen mit Werbe-Unterbrechungen sind denkbar", so Berge. Die Industrie wolle gegen Bezahlung ISS-Kapazitäten buchen und gezielt Experimente in der Schwerelosigkeit durchführen.

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