TV-Duell
Klinge oder Stab? - Duelle in vergangenen Jahrhunderten

Gegner, die sich in vergangenen Jahrhunderten zum traditionellen Zweikampf "zur Austragung eines Ehrenhandels" verabredeten, mussten zahlreiche Regeln beachten.

dpa BERLIN. Der Handschuh ist gefallen. Das Duell kann beginnen. Gegner, die sich in vergangenen Jahrhunderten zum traditionellen Zweikampf "zur Austragung eines Ehrenhandels" verabredeten, mussten jedoch zahlreiche Regeln beachten.

Voraussetzung jedes Duells war eine direkte oder indirekte Beleidigung

Der Graf von Chatauvillard stellte die wichtigsten in seinem Werk "Über das Duell" 1836 zusammen. Voraussetzung jedes Duells war eine direkte oder indirekte Beleidigung, für die der Getroffene Genugtuung forderte. Wichtig war vor allem, dass der Kampf unter Zeugen und mit gleichen Waffen geführt wurde.

Die Gegner mussten zuvor Sekundanten wählen, die auf den korrekten Verlauf des Duells achteten. Zunächst wurde bestimmt, ob das Duell mit der ersten Verwundung endet, oder ob bis zur Kampfunfähigkeit weiter gekämpft wurde. Entscheidend war die Schwere der Beleidigung.

Bei der Waffenart bestand die klassische Auswahl zwischen Klinge oder Stab

Bei der Waffenart bestand die klassische Auswahl zwischen Klinge oder Stab. Aber auch Schusswaffen waren beliebte Mittel der Auseinandersetzung. Vor dem Duell fand eine Leibesvisitation statt, um festzustellen, ob die Gegner sich durch einen Brustpanzer geschützt hatten.

Das Duell wurde von den Sekundanten eröffnet. Nach dem Kompendium des französischen Grafen war es unstatthaft, sich zuvor auf eine bestimmte Zeitdauer zu verständigen. Die Sekundanten sollten den Kampf anhalten, sobald einer der Gegner so sehr an die Wand gedrängt wurde, dass er seine Waffe nicht mehr nutzen konnte. Wer den Gegner verwundet hatte, dem war die höfliche Bemerkung gestattet: "Mein Herr, ich glaube getroffen zu haben."

(Internet: Duell-Regeln: http://www.bs.unicatt.it/daf/duell1.htm)

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