TV-Loonland will Eigenproduktionen ausbauen
TV-Loonland erhöht die Gewinnprognose

Die TV-Loonland AG, München, Independent Major für Kinder- und Jugendprogramme, will ihre Eigenproduktionen ausbauen, um die weltweiten Rechte stärker kontrollieren zu können. Finanzvorstand Carl Woebcken prognostizierte am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in München einen "enormen Schub" beim Ertrag im Jahr 2001. Es soll nicht das Jahr der Akquisitionen werden, vielmehr sollen die bisher getätigten Zukäufe noch stärker für die Internationalisierung genutzt werden.

dpa/rtr/vwd MÜNCHEN. Der Jahresüberschuss solle 2001 um 62 % auf 26,3 Mill. DM steigen, teilte das Unternehmen mit. Bisher sei man von 19,7 Mill. DM ausgegangen. Beim Umsatz werde nur noch ein Anstieg auf 192 Mill. DM erwartet. Noch im November hatte TV-Loonland für 2001 Erlöse in Höhe von rund 300 Mill. DM angekündigt. 2000 hatten sich die Erlöse auf 145 Mill. DM mehr als verzehnfacht.

Eigenproduktionen hätten deutlich höhere Margen, begründete das Unternehmen den Kurswechsel. Bisher habe man sich in der Regel an Co- Produktionen nur mit 30 bis 50 % beteiligt. Die Abwicklung in den eigenen Studiokapazitäten in Ungarn, Korea und Großbritannien hätten zu hohen Produktionsumsätzen mit beschränkter Marge geführt.

Auch für 2002 korrigierte TV-Loonland die Planungen. Man gehe nun von 247 Mill. DM Umsatz und einem Jahresüberschuss in Höhe von 45 Mill. DM aus. Im November lagen die Erwartungen bei rund 366 Mill. DM Umsatz und 36,5 Mill. DM Überschuss. Der TV Loonland-Aktienkurs - stieg am Montag um zwischenzeitlich mehr als acht Prozent auf 24,45 Euro.

Das Ebitda-Planziel für 2001 wurde von 50,5 auf 59 (40,6) Mill. DM erhöht, das Planziel beim Ebit von 41 auf 46 (21,4) Mill. DM. Im Jahr 2002 will das Unternehmen beim Ebitda 94 Mill. DM und 2003 rund 123 Mill. DM erreichen. Das Ebit soll 2002 auf 77 Mill. DM und 2003 auf 102 Mill. DM steigen. Im laufenden Jahr sollen auch die Produktionsaktivitäten in den USA vorangetrieben und die Auswertung auf dem weltweiten Videomarkt besser genutzt werden. Gleichzeitig werde es eine Verschiebung bei den Umsatzanteilen der verschiedenen Geschäftsfelder geben. Geplant sei ein Gesamtumsatz von 192 (Vorjahr: 145,1) Mill. DM.

Davon sollen rund neun (2,909) Mill. DM aus dem Merchandising kommen, 88 (42,273) Mill. DM aus der Distribution und 92 (99,89) Mill. DM aus der Produktion. In Europa werden wie bereits im Geschäftsjahr 2000 rund 50 % der Umsätze generiert, wobei Deutschland mit rund fünf Prozent nach 3,5 % 2000 wieder leicht steigen soll. 1999 seien hier noch 50 % der Umsätze erzielt worden. Vorstandsvorsitzender Peter Völkle wies darauf hin, wie wichtig es sei, international aufgestellt zu sein, um regionale Schwächen wie sie derzeit in Deutschland vorhanden seien, auszugleichen. Ziel sei es, in den kommenden zwölf bis 18 Monaten beim Merchandising zu den Top fünf Agenturen in Deutschland zu zählen, sagte er. Derzeit gehöre TV-Loonland zu den Top zehn.

Akquisitionsziele im spanischsprachigen und asiatischen Raum

Als Zukunftsmärkte, in denen sich das Unternehmen Akquisitionen vorstellen könne, nannte Völkle den spanischsprachigen und asiatischen Raum. Derzeit gebe es aber keine konkreten Projekte. Wegen der nach eigenen Angaben "soliden" finanziellen Situation des Unternehmens, das zum 31. Dezember über ein Eigenkaptial von 211,2 Mill. DM verfügte, könnten Akquisitionen auch in Cash beglichen werden. Durch die Krise an den Aktienmärkten könnten sich durchaus gute Gelegenheiten für Zukäufe bieten, meinte Völkle.

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