TV-Produktionsfirma APM greift zu
WAZ und RP geben TV-NRW-Anteile ab

Der Essener Medienkonzern WAZ und die Mediengruppe Rheinische Post haben ihre jeweiligen 30-Prozent-Anteile an dem Regionalsender TV-NRW an die Kölner TV-Produktionsfirma APM verkauft.

HB/dpa ESSEN/KÖLN. Angesichts der aktuellen Lage auf dem deutschen Fernsehmarkt sähen die Verlage derzeit keine Entwicklungschancen für regional ausgerichtete Sender, teilte die WAZ am Freitag mit. APM hat zusätzlich zehn Prozent Anteile von dem Treuhänder Roger Schaack übernommen und will nun nach neuen Investoren suchen.

Der Verkauf stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Landesmedienanstalt und das Bundeskartellamt, teilte die WAZ weiter mit. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Die übrigen 30 % an TV-NRW hält der Kölner Verlag DuMont Schauberg.

APM produziert für TV-NRW seit dem Sendestart im November 2001 Nachrichten und Reportagen. "Ich glaube an den Sender und will mit dem Kauf der Anteile ein positives Signal setzen", erklärte Inhaber Georg von Auersperg auf Anfrage. Er wolle nun in Ruhe neue Investoren für den Regionalsender gewinnen.

Der Geschäftsführer des Senders, Jörg Schütte, wollte sich zum Verkauf der Anteile nicht äußern. Allerdings hätten sich die Zuschauerzahlen in den ersten Monaten nach Sendestart positiv entwickelt. Sie seien von 95 000 Zuschauern täglich auf rund 750 000 angestiegen. Eine Prognose über die weitere Enetwicklung der Zahlen wollte Schütte nicht abgeben.

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