TV-Zeitschriften behaupten Marktführerschaft in Deutschland
Verlagsgruppe Bauer erwartet Gewinnrückgang

Die Bauer Verlagsgruppe erwartet im laufenden Jahr deutlich weniger Gewinn. Wie Verleger Heinz Bauer am Dienstag bei der Vorlage des Geschäftsberichts in Hamburg mitteilte, ist mit einem Rückgang des Ergebnisses von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Grund seien erhöhte Investitionen vor allem bei Auslandszeitschriften.

afp/ap HAMBURG. Den Umsatz hofft Bauer 2001 von 3,24 auf 3,32 Mrd. DM (1,7 Mrd. ?) leicht zu steigern. Damit bleibt die Entwicklung klar hinter dem Vorjahr zurück. In 2000 hatte Bauer den Umsatz noch um 4,9 % gesteigert.

"Das Geschäftsjahr 2000 und die vorläufigen Ergebnisse im zu Ende gehenden Jahr 2001 zeigen deutlich die Fortschritte, die das Unternehmen macht", erklärte Bauer. In schwieriger Zeit zahle sich heute aus, "dass wir als Bauer Verlagsgruppe in den vergangenen Jahren stets kostenbewusst und solide gewirtschaftet haben, auch wenn dieser Weg nicht von allen verstanden worden ist".

Presseberichte über einen Einstieg des Medienmoguls Rupert Murdoch bei der Bauer Verlagsgruppe wies der Konzernchef vehement zurück. Er habe "keine Verkaufsabsichten", betonte Bauer.

Weltweit publiziert Bauer derzeit 108 Zeitschriften, davon 33 in Deutschland. Die starken Marktpositionen sowohl im In- als auch im Ausland seien ausgebaut oder behauptet worden, betonte Bauer. Die verkaufte Gesamtauflage der deutschen Titel sei mit durchschnittlich über 20 Mill. Exemplaren auf hohem Niveau stabil. Die sieben Programmzeitschriften hätten mit einer verkauften Gesamtauflage von durchschnittlich zehn Millionen Exemplaren ihre Marktführerschaft deutlich behauptet. Mehr als jeder zweite in Deutschland verkaufte Programmtitel stamme aus dem Bauer der unter anderem "TV Movie" und "TV Hören und Sehen" herausgibt. Im Markt der wöchentlichen Frauenzeitschriften konnte der Marktanteil nach Angaben des Unternehmens von 38,6 % im Vorjahr auf 40 % gesteigert werden. In dieser Sparte ist Bauer unter anderem mit mit "Tina" und "Bella" präsent.

Angesichts der Konjunkturflaute und des scharfen Wettbewerbs seien die Prognosen für das Jahr 2002 schwierig, sagte Bauer. Sein Unternehmen sei jedoch auch für den Fall einer weiteren Verschlechterung gut gerüstet. Bei «entsprechender Gelegenheit» werde man auch neue Titel hinzu kaufen, aktuell seien jedoch keine Akquisitionen vorgesehen, betonte der Konzernchef.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%