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Tyrannosaurus rex legte zwei Kilos pro Tag zu

Seine gigantische Körpergröße verdankt der Raubsaurier Tyrannosaurus rex einem Wachstumsschub in der Pubertät. Im Alter von 14 bis 18 Jahren habe das Tier mehr als zwei Kilogramm Körpergewicht täglich zugelegt, berichten US-Wissenschaftler im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 430, S. 772) vom Donnerstag.

dpa LONDON. Seine gigantische Körpergröße verdankt der Raubsaurier Tyrannosaurus rex einem Wachstumsschub in der Pubertät. Im Alter von 14 bis 18 Jahren habe das Tier mehr als zwei Kilogramm Körpergewicht täglich zugelegt, berichten US-Wissenschaftler im britischen Fachjournal "Nature" (Bd. 430, S. 772) vom Donnerstag.

Mit etwa 20 Jahren sei der Riese dann bei einem Gewicht von fünf Tonnen oder mehr ausgewachsen gewesen. Die Forscher hatten Wachstumsringe in den Knochen verschiedener Tiere untersucht.

Der T. rex war eines der größten Fleisch fressenden Landlebewesen, das je die Erde bevölkerte. Für Wissenschaftler war es bislang fraglich, ob er seine gigantischen Ausmaße durch ein stetiges und langsames oder durch ein kurzes, schnelles Wachstum erreichte. Gregory Erickson von der Florida State University in Tallahassee und Kollegen erstellten nun erstmals eine Wachstumskurve für den T. rex und einige kleinere Verwandten, die auch zu den "Tyrannosauridae" zählen.

Mit Hilfe von Wachstumsringen in bestimmten Knochen ermittelten sie das Alter der Tiere und anhand des Umfangs des Oberschenkelknochens das Gewicht. Die Kurven zeigten, dass der T. rex in einem Zeitraum von etwa vier Jahren besonders schnell gewachsen war. Seine Verwandten legten in jugendlichem Alter zwar auch schneller an Gewicht zu, allerdings betrug die Zunahme nur etwa 300 bis 500 Gramm pro Tag.

Die Forscher entdeckten zudem, dass zum Beispiel der T. rex mit etwa 20 Jahren nicht mehr weiterwuchs. Der Riese verbrachte das letzte Drittel seines Lebens als ausgewachsenes Tier. Seine Lebenserwartung betrug ungefähr 28 Jahre.

Die Altersbestimmung bei Dinosauriern war bislang schwierig, weil sich die größeren, Gewicht tragenden Knochen während ihres Wachstums veränderten und dabei die inneren Wachstumsringe auslöschten. Das Team um Erickson untersuchte nun auch andere Knochen wie die Rippen, bei denen die Ringe gut sichtbar bleiben.

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