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UBS blickt nach 60%-Gewinnplus im 1.Halbjahr vorsichtig auf Restjahr

dpa-afx ZÜRICH. Die größte Schweizer Bank UBS blickt nach einem 60-prozentigen Gewinnplus in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verhalten auf das zweite Halbjahr. Die Erträge von Juli bis Dezember dürften unter denen des Zeitraums Januar bis Juni liegen, sagte UBS-Chef Peter Wuffli am Dienstag in Zürich. "Die Märkte sind fulminant ins Jahr gestartet, das außergewöhnliche Tempo hat sich aber gegen Jahresmitte wieder beruhigt."

dpa-afx ZÜRICH. Die größte Schweizer Bank UBS blickt nach einem 60-prozentigen Gewinnplus in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verhalten auf das zweite Halbjahr. Die Erträge von Juli bis Dezember dürften unter denen des Zeitraums Januar bis Juni liegen, sagte UBS-Chef Peter Wuffli am Dienstag in Zürich. "Die Märkte sind fulminant ins Jahr gestartet, das außergewöhnliche Tempo hat sich aber gegen Jahresmitte wieder beruhigt."

So gesehen sei das Geschäft im zweiten Quartal gut gelaufen, sagte Wuffli. "Wir haben gesehen, wie wichtig es ist, bei der Vermögensverwaltung die Nummer eins weltweit zu sein.". Die Anlegerstimmung hat sich der Bank zufolge im Vergleich zum Vorjahrestief zwar gebessert, bleibt aber gedämpft. "Die Seitwärtsbewegung an den Börsen - gepaart mit der Erwartung steigender Zinsen - könnte die Marktaktivität weiterhin bremsen", hieß es.

Grosse ÜBernahmen Erneut Ausgeschlossen

Unterdessen schloss der Schweizer Branchenprimus erneut große umgestaltende Übernahmen aus. Möglich seien aber kleinere Zukäufe im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung, sagte UBS-Finanzvorstand Clive Standish bei einer Telefonkonferenz. Er kündigte zudem an, dass die UBS ihr sechs Mrd. Franken (3,9 Mrd Euro) schweres Aktienrückkaufprogramm fortsetzen werde. Bis Ende Juni habe die Bank 15 Mill. Aktien für rund 1,4 Mrd. Franken zurückgekauft.

UBS Trifft Beim ÜBerschuss Analysten-Prognosen

Im abgelaufenen zweiten Jahresviertel verdiente die UBS erwartungsgemäß weniger als im Rekordquartal zum Jahresauftakt. Der Überschuss brach um 19 % auf 1,974 Mrd. Schweizer Franken ein. Dies sei aber das zweitbeste Quartalsergebnis seit dem Jahr 2000. Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Gewinn um 28 %. Von AFX News befragte Analysten hatten im Schnitt mit dieser Entwicklung gerechnet. Das Halbjahres-Ergebnis schnellte um 60 % auf 4,397 Mrd. Franken hoch. Die UBS-Aktie verlor am Vormittag in einem behaupteten Gesamtmarkt leicht im Minus. Experten führten dies vor allem auf den verhaltenen Ausblick zurück.

Der operative Quartalsgewinn sackte gegenüber dem ersten Quartal um 16 % auf 2,595 Mrd. Franken ab. Im Jahresvergleich erhöhte sich der Gewinn vor Steuern und Minderheitsanteilen aber um 18 %. Die Geschäftserträge sanken im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8 % auf 9,48 Mrd. Franken. Im Jahresvergleich legten die Erträge um 6 % zu. Die Einkünfte aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft wuchsen um 12 % und machten nach UBS-Angaben mehr als die Hälfte des Gesamtertrags aus.

Anvertrautes VermÖGEN Steigt

Die Ausgaben schrumpften im Quartalsvergleich um 4 % auf 6,89 Mrd. Franken. Gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres erhöhte die UBS ihren Geschäftsaufwand um 2 %. Die Schweizer begründeten dies mit höheren Kosten für operationelle Risiken, darunter die vom amerikanischen Federal Reserve Board verhängte Buße über 100 Mill. $ (128 Mio CHF) wegen Verstoßes gegen eine Vereinbarung über den Handel mit US-Dollarnoten.

Das gesamte der UBS anvertraute Vermögen stagnierte verglichen mit dem Jahresauftakt, aber wuchs im Jahresvergleich um 7 % auf 2,23 Mrd. Franken. Die Bank führte diesen Zuwachs auf die Erholung an den Finanzmärkten gegenüber dem Vorjahr zurück. "Gleichzeitig kommen darin die Neugeld-Zuflüsse von 85,7 Mrd. Franken der letzten zwölf Monate zum Ausdruck", meldete der Konzern. Zwischen April und Juni beliefen sich die Neugelder auf 16,9 Mrd. Franken. Davon entfielen 10,4 Mrd. Franken auf die beiden Wealth-Management-Einheiten. Für die erste Jahreshälfte meldete UBS Neugelder von 52,0 Mrd. ? (Vorjahr: 35,4 Mrd CHF).

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