Ude: Bayern droht Bankenmisere

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Ude: Bayern droht Bankenmisere

Der Münchener Oberbürgermeister (OB) Christian Ude (SPD) hat vor einer Kettenreaktion im Bankenbereich durch die Kirch-Krise gewarnt. "Wir haben mit einem Kreditvolumen zu tun, das jeden Rahmen sprengt. Die Landesbank hat sich in einer schwer vertretbaren Weise engagiert, wenn nicht verausgabt", sagte er in einem Interview des Radiosenders FAZ 92,4 München.

vwd MÜNCHEN. Es müsse möglichst rasch Sicherheit für die gewährten Darlehen geben, "sonst sehe ich die Möglichkeit, dass Bayern eine Bankengeschichte am Hals hat, wie es vor gar nicht allzu langer Zeit in Berlin der Fall war", sagte Ude dem Radiosender. Der Vorsitzende der Bayerischen Landesbank Werner Schmidt hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass der BayernLB nicht das gleiche Schicksal wie in Berlin drohe.

Gleichzeitig warf Ude dem Kirch-Konzern vor, sich einseitig für den Unions-Kanzlerkandidaten, Bayerns Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, einzusetzen. Im Kreditausschuss der Landesbank sitze "das halbe Bayerische Kabinett". Es sei deshalb klar, dass sich Kirch "verpflichtet fühlt, dem CSU-Kandidaten Gutes zu tun", erklärte Ude in dem Radiointerview.

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