Über 2000 Stellen stehen auf dem Spiel
Gewinneinbruch bei Royal Dutch Shell

Der Gewinn des britisch-niederländischen Mineralölkonzerns Royal Dutch/Shell ist im zweiten Quartal 2002 auf Grund der schwachen Nachfrage ein Drittel eingebrochen.

Reuters LONDON/ AMSTERDAM. Das Ergebnis lag am unteren Ende der Markterwartungen. Der Nettogewinn sei um 38 Prozent auf 2,202 Milliarden Dollar (rund 2,25 Milliarden Euro) gefallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten mit einem Gewinn in der Spanne von 2,1 bis 2,7 Milliarden Dollar gerechnet. Trotz des Einbruchs stellte das Ergebnis eine deutliche Verbesserung zum Vorquartal dar. Shell hatte in den ersten drei Monaten Einbußen beim Netto-Gewinn im Vergleich zum Vorjahr von 48 Prozent auf 1,993 Milliarden Dollar verbucht.

Phil Watts, Chairman des weltweiten drittgrößten Mineralölkonzerns, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Nachfragesituation sei die schlechteste, die er sich vorstellen könne. Die Verbesserung am Ölmarkt sei vor allem abhängig von zwei Faktoren: der Geschwindigkeit der konjunkturellen Erholung in den USA und der Lage im Nahen Osten.

Shell will eigenen Angaben zufolge im laufenden Jahr mehr als 2000 Stellen in Deutschland, den USA und Großbritannien streichen. Der Chairman des weltweit drittgrößten Mineralölkonzerns, Phil Watts, sagte, die angestrebten Kostensparmaßnahmen verliefen derzeit eher "gemischt".

Einer der Hauptkonkurrenten, BP, hatte am Dienstag einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal von 36 Prozent mitgeteilt. An der Londoner Börse verloren Shell-Aktien 4,59 Prozent auf 417 Pence, während Royal Dutch am Amsterdamer Aktienmarkt 3,76 Prozent auf 44,85 Euro nachgaben.

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