Über Beratervertrag weiter mit Ford verbunden
Aufsichtsrat beruft Reitzle zum Linde-Chef

Der einstige BMW - und amtierende Ford-Manager Wolfgang Reitzle wird Anfang 2003 neuer Vorstandsvorsitzender des Wiesbadener Mischkonzerns Linde. Am 10. Mai wird er bereits in den Vorstand als ordentliches Mitglied eintreten, um sich für seine Aufgabe vorzubereiten. Die Bestellung des weltweit geschätzten Automanagers beschloss der Linde-Aufsichtsrat am Freitag.

dpa WIESBADEN. Reitzle wird zunächst die Ressorts Strategie, Technik, Organisation und Informationstechnologie verantworten. «Sein Name steht für technische Kompetenz, hohen Anspruch und Kreativität», erklärte Aufsichtsratschef Hans Meinhardt in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung.

Seit einiger Zeit hatte der einflussreiche Vorsitzende des Kontrollgremiums nach einem Nachfolger für den scheidenden Linde-Chef Gerhard Full gesucht. Sein Ausscheiden zum Jahreswechsel stand bereits fest. Der 65-Jährige hätte bereits im Mai 2001 den Chef- Sessel verlassen und sich auf die Gassparte konzentrieren sollen. Doch sein designierter Nachfolger, Peter Grafoner, musste kurz vor dem Wechsel wegen Meinungsverschiedenheiten mit Meinhardt das Unternehmen verlassen. Den Gasbereich übernimmt das Vorstandsmitglied Aldo Belloni.

Ganz kann der überzeugte Automann Reitzle von seinen Wurzeln nicht lassen. Der 53-Jährige wird auch als Linde-Chef weiter für Ford aktiv sein, wo er seit 1999 für die Luxusmarken des amerikanischen Automobilriesen verantwortlich war. «Ich freue mich, der Ford Motor Company und Bill Ford persönlich weiterhin über einen Beratervertrag verbunden zu bleiben», kommentierte er seinen Wechsel.

Ein Vierteljahrhundert lang arbeitete der Schwabe, der mit der TV- Moderatorin Nina Ruge verheiratet ist, in der Automobilbranche - 23 Jahre davon für die bayerische Marke BMW. Er verließ den Münchner Konzern nachdem vor allem die Arbeitnehmer seinen Wechsel an die Spitze des Unternehmens verhindert hatten.

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