Über drei Prozent
Post-Aktie fällt nach Verkaufsplänen des Bundes

Reuters FRANKFURT. Die Titel der Deutschen PostL haben am Montag deutliche Kursverluste verbucht, was Börsianer auf eine Aussage der Bundesregierung vom Wochenende zurückführten, Bedingungen für einen Verkauf von mehr als 50 % ihrer Anteile schaffen zu wollen. Bis 11.30 Uhr fielen die Titel in einem schwachen Gesamtmarkt um mehr als drei Prozent auf 18,13 Euro und führten damit die Liste der Verlierer im Dax an.

"Es wurde länger im Markt gehandelt, dass die Post mit einer zweiten Tranche kommt, aber weder Zeitpunkt noch Höhe waren bekannt, nun hat die Nachricht vom Wochenende das wieder aufleben lassen", sagte Martina Jung, Analystin vom Bankhaus Metzler. Mit einem weiteren Verkauf von Anteilen durch die Regierung, würde der Preis der Aktie auf Grund des größeren Angebots unter Druck geraten, sagte sie weiter.

Am Samstag hatte eine Sprecherin der Bundesregierung Reuters gesagt, ab kommenden Mittwoch sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, mehr als 50 % der Anteile an der Deutschen Post verkaufen zu können. Dann solle das Kabinett einen Gesetzentwurf beschließen, nach dem Finanzminister Hans Eichel (SPD) mehr als die Hälfte der Post-Aktien verkaufen dürfe. Nach dem geltenden Postumwandlungsgesetz muss der Bund mindestens 50 % der Aktien plus eine Aktie halten.

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