Über El Kaida hinaus ausgedehnt
USA weiten "Finanzkrieg" gegen den Terror aus

Die USA weiten ihren Anti-Terror-Krieg an der Finanzfront aus. Die Regierung setzte am Freitag 22 zusätzliche ausländische Gruppen auf ihre Liste von Organisationen und Einzelpersonen, die nach US-Auffassung den Terrorismus rund um die Welt finanzieren helfen.

dpa WASHINGTON. Es ist das erste Mal, dass die am 23. September verkündete Liste über Unterstützer der Terrororganisation El Kaida hinaus ausgedehnt wurde. Hinzugefügt wurden unter anderem mehrere palästinensische Gruppen.

US-Präsident George W. Bush drohte mit Sanktionen gegen ausländische Banken, die Guthaben von Organisationen oder Personen auf der Liste nicht einfrieren. Der Schritt vom Freitag könnte nach Ansicht von Beobachtern verstärkten Druck auf die palästinensische Führung und die Regierungen von Iran und Syrien bedeuten, die Gruppen wie Hamas, Hisbollah und den islamischen Dschihad unterstützen. Wie Außenamtssprecher Richard Boucher unterdessen betonte, soll das amerikanische Hauptaugenmerk aber weiterhin auf der Bekämpfung von El Kaida liegen.

Die "Washington Post" berichtete am Freitag unter Berufung auf amerikanische und europäische Ermittlungsbeamte, dass El Kaida und ihr Chef Osama bin Laden ihre Operationen in den vergangenen drei Jahren durch Verkäufe von Diamanten finanziert hätten. Die in den Rebellen-Gebieten von Sierra Leone geförderten Steine würden von den Terroristen zu ermäßigten Preisen gekauft und dann auf Diamantenmärkten rund um die Welt veräußert.

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