Über Gewinnwarnungen hinweg gesehen
Konjunktur-Optimisten gaben den Ton an

Der Donnerstag ist an der US-Technologiebörse Nasdaq mit Kursgewinnen zu Ende gegangen. Die neuen Arbeitsmarktdaten sowie die Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung durch die Fed am kommenden Mittwoch hätten für eine optimistische Stimmung an der Wall Street gesorgt, berichteten Marktbeobachter.

dpa-afx NEW YORK. Die wieder erwachten Konjunkturhoffnungen hätten die Investoren auch eine Reihe von Gewinnwarnungen übersehen lassen, hieß es. Lediglich bei den Halbleitertiteln sei es zu Kursverlusten gekommen. Der Nasdaq Composite Index schloss um 1,35 % fester bei 2 058,68 Punkten.

Auch die Standardwerte an der New Yorker Börse sind am Donnerstag mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der Standardwerte-Index Dow Jones stieg bis Handelsschluss um 0,64 % auf 10 715,43 Punkte. Der marktbreite S&P 500-Index legte um 1,14 % auf 1 237,04 Punkte zu.



Trotz des freundlichen Börsenumfeldes stürzte die Aktie des Chipherstellers Transmeta auf 5,36 $. Das Unternehmen erwartet vor dem Hintergrund des Nachfragerückgangs in Asien im zweiten Quartal zwischen 40 % und 45 % weniger Umsatz als in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres.



Mit einem Minus von 29,33 % auf 1,59 $ ging es auch für Exodus Communications deutlich abwärts. Der Internet-Dienstleister, der seit sechs Handelstagen Kursverluste und Herabstufungen durch Investmenthäuser hinnehmen muss, hatte seine Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr zurückgenommen.



Deutliche Kursgewinne verbuchten Amazon.com. Die Aktie stieg um 4,31 % auf 13,08 $. Die Analysten von JP Morgan hatten für Amazon.com eine "langfristige" Kaufempfehlung ausgesprochen. Ariba profitierten ebenfalls von günstigen Analystenkommentaren und stiegen um 7,05 % auf 4,71 $.



Ohne besondere Nachrichten stiegen die Aktien der Netzwerkhersteller. Ciena kletterte um 4,75 % auf 39,24 $ während Cisco Systems 7,8 % auf 17,68 $ zulegten.



Die Justizminister zweier US-Bundesstaaten haben neue Vorwürfe gegen Microsoft wegen angeblich unfairer Geschäftspraktiken erhoben. Es habe den Anschein, dass Microsoft erneut versuche, sein Monopol zu erhalten und auf das Internet auszuweiten, hieß es. Von den Drohungen unbeeindruckt stiegen Microsoft um 0,62 % auf 69,84 $.



Eastman Kodak haben ihre Prognose für einen Gewinn je Aktie (EPS) im zweiten Quartal von 1,00 bis 1,30 $ bestätigt. Eine außerordentliche Belastung von 75 Mill. $ habe daran nichts geändert, meldete das Unternehmen. Kodak stiegen um 3,49 % auf 49,21 $.



Das Geschäftsergebnis für das zweite Quartal von Morgan Stanley Dean Witter hat die Analystenerwartungen leicht übertroffen. Entsprechend stieg die Aktie um 9,44 % auf 64,95 $.



IBM

sanken um 0,43 % auf 112,60 $. Die Analysten von Prudential Securities hatten davor gewarnt, dass der Computerhersteller demn ächst eine Gewinnwarnung herausgeben werde.



Der Rücktritt des Chefs der Walt Disney Studios, Peter Schneider, ließ die Investoren dagegen unbeeindruckt: Walt Disney stiegen um 2,91%.

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