Über Warnschwelle
Inflation in Euroland weiter auf dem Vormarsch

Die Inflation hat im Oktober im Euroland wieder deutlich angezogen und ist noch weiter über die Warnschwelle von zwei Prozent gestiegen. Die jährliche Inflationsrate betrug 2,3 % nach 2,1 % im September, berichtete das Europäische Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg.

HB/dpa LUXEMBURG. Damit wurde die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % bereits im dritten Monat hintereinander überschritten.

Eurostat berichtigte mit den Angaben eine erste Vorabschätzung von Ende Oktober (2,2 %) leicht nach oben. Im August hatte die Teuerungsrate in den zwölf Ländern des Eurolandes bereits 2,1 % betragen. Im Oktober 2001 hatte sie bei 2,3 % gelegen.

Nach den Regeln der EZB herrscht bei einer Inflationsrate unterhalb der Warnschwelle von zwei Prozent Preisstabilität. Brüsseler Konjunkturbeobachter rechnen wegen der anhaltend erhöhten Teuerung nicht mit einer baldigen Zinssenkung der EZB.

In allen 15 Staaten der EU betrug die jährliche Inflationsrate in Oktober 2,1 % nach 1,9 % im Vormonat. Vor einem Jahr lag die Rate bei 2,2 %.

In Euroland verteuerten sich im Oktober vor allem die Dienstleistungen in Hotels- und Gaststätten (plus 4,6 %) sowie Alkohol und Tabak (4 %), berichtete Eurostat. Es machten sich auch die um 2,3 % erhöhten Energiepreise bemerkbar. Noch im Vormonat war Energie im Durchschnitt um 0,4 % preiswerter geworden.

Deutschland steht nach Berechnung der EU-Chefstatistiker mit einer Rate von 1,3 % weiterhin mit am besten dar im Euroland. Nur Belgien erreichte ebenfalls dieses niedrige Niveau. Sorgen gibt es dagegen in Irland mit plus 4,4 %, Portugal mit 4,1 % und Spanien mit 4,0 %.

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