Überblick
Europäische Börsen überwiegend leichter

Händler sprachen von lustlosem Handel und anhaltender Unsicherheit aufgrund der weiterhin unentschiedenen US-Präsidentschaftswahl.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben sich am Montag überwiegend leichter präsentiert. Händler sprachen von lustlosem Handel bei fehlenden Richtungsvorgaben und anhaltender Unsicherheit unter den Investoren aufgrund der weiterhin unentschiedenen US-Präsidentschaftswahl. Unter den TMT-Werten (Technolgie, Medien, Telekom) kam es nur verstreut zu Erholungen der Kurse nach den Verlusten der vergangenen Woche. Auch Blue-Chip-Werte verhielten sich uneinheitlich.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Freitag um 0,15 % auf 3027,19 Punkte zugelegt. Der Dow Jones hatte mit einem Minus von 0,25 % bei 10629,87 Zählern geschlossen. Der Dezember-S&P-Futures deutet mit einem Plus um 0,9 Punkte auf 1371,4 Zähler auf eine gut behauptete Eröffnung der Wall Street hin. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am Mittag um 0,02 % leichter mit 4836,48 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,08 % auf 4957,35 Punkte nachgab.



LONDON - Vodafone belasten die Stimmung

An der Londoner Börse tendierten die Kurse im Laufe des Montagvormittag knapp behauptet. Der FTSE gab um 0,22 % auf 6425,2 Zähler nach. Händler sprachen von einem nervösen Wochenauftakt bei geringen Umsätzen. Befürchtungen wurden geäußert, die Marktnervosität könnte die Woche über anhalten, sollte nicht bald eine Entscheidung in der US-Präsidentschaftswahl fallen. Die Stimmung wurde vor allem von Verlusten bei Vodafone belastet. Die Aktien sanken 2,6 % auf 256 1/4 Pence. Unverändert waren dagegen BP Amoco , nachdem Gespräche in Saudi-Arabien nicht zu einer Einigung über die künftige Öl-Fördermenge geführt hatten. Das Papier lag wie am Vortag bei 598 1/2 Pence. Verlierer des Tages waren Railtrack mit einem Rückgang um 9,6 % auf 899 Pence.



ZÜRICH - Im Aufwind durch Banken- und Pharmawerte

Die Schweizer Börse hat sich am Vormittag zunächst wenig verändert gezeigt und später im Fahrwasser der festeren Banken- und Pharmawerte sowie von Nestle zunehmend an Fahrt gewonnen. Der SMI notierte gegen Mittag um 0,66 % höher bei 8184,5 Zählern. Händler sprachen dennoch von einem ruhigen Geschäft. Die Vorgaben seien nicht eindeutig, das US-Wahlergebnis stehe weiterhin aus und der Reigen der Unternehmensergebnisse sei fast vorüber, sagten Händler. Freundlich tendierten die Bankenwerte. UBS, CS Group, Bär und Sarasin legten zwischen 0,6 bis 3,6 % zu. Im Aufwind waren auch Nestle mit 0,7 % auf 3738 sfr sowie Roche und Novartis um 0,7 und 0,5 % auf jeweils 17115 und 2799 sfr.



PARIS - Gewinne für Equant

In Paris präsentierte sich die Börse trotz einer Kursrally der Equant-Aktie insgesamt schwächer. Der CAC40 lag gegen Mittag um 0,11 % im Minus bei 6155,61 Zählern. In den ersten Handelsminuten stiegen Equant angesichts der geplanten Fusion mit einer France-Telecom-Tochter um 20 % und lagen später um 7,3 % höher bei 36,17 Euro. Aktien der France Telecom fielen dagegen 2,04 %, was Händler auf einen Wechsel der Investoren von France Telecom hin zu Equant zurückführen. STMicroelectronics stiegen nach den Einbußen vom Freitag um 0,2 % auf 50,20 Euro. Den negativen Trend setzten dagegen Papiere von Alcatel fort und büßten 1,2 % auf 61,75 Euro ein.



MAILAND - Banken- und Telekomwerte im Rückzug

Die italienischen Aktienwerte haben nach freundlichem Auftakt gedreht und präsentierten sich im weiteren Verlauf negativ. Der Mib30 lag gegen Mittag 0,27 % im Minus bei 48041 Zählern. Besonders büßten Papiere von Banken- und Telekomunternehmen ein. Die stark gehandelten Aktien von Olivetti gaben 2,3 % auf 3,49 Euro nach. Ähnlich erging es Telecom Italia mit 0,1 % im Minus. Mehrheitlich verkauft wurden auch Bankentitel wie Banca di Roma, die 0,85 % auf 1,29 Euro einbüßten, und Intesa mit einem Kursrückgang von 0,6 %. Dagegen verzeichnete Versicherer Generali ein neues Allzeithoch von 42,1 Euro. Das Papier lag gegen Mittag um 0,9 % im Plus bei 41,9 Euro.

MADRID - Trotz Unsicherheit fester

An der madrilenischen Börse haben sich die Kurse trotz anhaltender Unsicherheit unter den Investoren fester präsentiert. Der IBEX stieg um 0,45 % auf 9889,9 Zähler. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl und drohenden Ölpreisanstiegen könnten sich die Verluste der vergangenen Woche an der Börse fortsetzen, sagte ein Händler. Nach den Verlusten der vergangenen Woche erholten sich vor allem Telefonica und ihre Tochter Terra. Sie stimulierten das Börsenbarometer mit Gewinnen von jeweils 1,12 und 2,6 % auf 20,73 und 19,49 Euro.

AMSTERDAM - Jahrestief von KPN Telecom

Die niederländischen Aktien haben bei Verlusten von KPN Telecom leichter tendiert. Der AEX fiel um 0,3 % auf 678,26 Punkte. Auf ein Jahrestief von 16,60 Euro gaben KPN Telecom nach, die einen unerwartet niedrigen Ausgabepreis für die Emission einer konvertiblen Unternehmensanleihe genannt hatten. Die Papiere lagen um gegen Mittag 3,7 % im Minus bei 16,77 Euro. Für Händler nicht nachvollziehbar war der Kursrutsch von Mobilfunkbetreiber Libertel, die um 3,6 % auf 13,25 Euro fielen, nachdem sie angemessene Halbjahreszahlen veröffentlicht hatten. Gewinne verzeichneten die Blue-Chip-Werte wie Unilever und Abn Amro.



WIEN - Kaum verändert

Die österreichischen Aktienwerte tendierten im Laufe des Vormittags kaum verändert. Der ATX lag mit 1106,16 Zählern leicht im Minus. Erneut unter Druck gerieten VA Technologie. Die Aktien sanken 2,5 % auf 35,7 Euro. Freundlich präsentierten sich dagegen VA Stahl und Böhler-Uddeholm mit Zugewinnen von jeweils 2,02 und 0,2 % auf 27,78 und 36 Euro. Erholen konnten sich auch CyberTron, die acht Prozent auf 6,60 Euro gutmachten. Händler sprachen von einem lustlosen Handel und erwarten im weiteren Verlauf eine Seitwärtsbewegung des Indexes.

BRÜSSEL - Finanztitel schwächen

In Brüssel haben die Aktienkurse bei Verkäufen von Finanztiteln nachgegeben. Der Bel20 lag gegen Mittag 0,37 % tiefer bei 3131,72 Zählern. Von Gewinnmitnahmen waren vor allem Dexia betroffen, die in der vergangenen Woche kräftig zugelegt hatten. Das Papier gab 1,7 % auf 184 Euro nach. Weitere Verlierer unter den Finanztiteln waren Fortis und KBC. Am stärksten gehandelt wurde Händlern zufolge Aktien des Mobilfunkbetreibers Mobistar. Das Papier sank angeblich nach Verkauf eines Aktienpaketes 4,1 % auf 35 Euro.

STOCKHOLM - Freundlich - Telekomtitel stützen

Die Stockholmer Börse hat dank reger Nachfrage nach den Telekomausrüstern Ericsson und Nokia positiv tendiert. Der OMX trotzte der negativen Tendenz auf den europäischen Finanzplätzen und stieg um 0,35 % auf 1132,6 Zähler. Ericsson gewannen 1,5 skr auf 121 skr. Auch Nokia unterstützten das Börsenbarometer mit einem Kursanstieg von neun skr auf 421 skr. Telefonbetreiber Europolitan und Tele1 Europe legten um jeweils 2,5 und 1,5 skr auf 79,5 und 62 skr zu. Auffällig waren weiterhin Pharmacia, die ihre Branche mit einem Plus von 3,3 % weit übertrafen.

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