Übereinkommen völkerrechtlich noch nicht in Kraft
Trittin für bessere Kontrolle giftiger Chemikalien

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat eine bessere internationale Kontrolle giftiger Chemikalien gefordert.

HB/dpa BONN. Vor allem in Entwicklungsländern dürfe es keine unvertretbaren Belastungen mehr geben, sagte Trittin aus Anlass einer UN-Konferenz in Bonn. Gefährliche Chemikalien müssten schrittweise ersetzt werden. Rund 350 Regierungsvertreter aus mehr als 100 Ländern beraten seit Montag über den weltweiten Handel mit gefährlichen Chemikalien und Pestiziden.

Auf der fünftägigen Konferenz sollen Stoffe wie etwa Asbest sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel unter Kontrolle gestellt werden. Sie dürfen dann nach dem Rotterdamer Übereinkommen (PIC-Konvention) von 1998 nur noch in andere Länder exportiert werden, wenn diese zuvor zugestimmt haben.

Das Übereinkommen ist allerdings völkerrechtlich noch nicht in Kraft, da es bislang nur von 33 Ländern - darunter Deutschland - ratifiziert wurde. Notwendig seien aber 50 Länder, wie der Leiter des UN-Umweltprogramms, Kaus Töpfer, erklärte. Es müsse alles daran gesetzt werden, diese Zahl zu erreichen, sagte Töpfer im "Deutschland-Radio". Es dürfe auch nicht sein, dass etwa ausgediente Pflanzenschutzmittel zur Abfallbeseitigung in Entwicklungsländer exportiert werden.

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