Übergang zu Airbus A400 M
Boeing soll doch zum Zuge kommen

Beim Übergang zum europäischen Militärtransporter Airbus A400 M soll nach Angaben der Bundesregierung neben dem ukrainischen Hersteller Antonov nun doch auch der US-Konkurrent Boeing zum Zuge kommen.

Reuters BERLIN. "Wir sind für die Antonov, sind aber bereit, einen Mix mitzutragen, der von den Kosten her vertretbar ist", sagte Verteidigungs-Staatssekretär Peter Eickenboom am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Deutschland leitet die für diese Frage zuständige NATO-Arbeitsgruppe. Eine endgültige Entscheidung solle noch vor der Sommerpause fallen, sagte Eickenboom. Der jeweilige Anteil der Hersteller sei noch nicht festgelegt, aus Kostengründen werde es sich aber im Vergleich um ein deutlich größeres Antonov-Kontingent handeln. Bei den Leasing-Verträgen werde festgelegt, dass die Maschinen für Militäreinsätze vorrangig zur Verfügung zu stehen hätten.

Die Verteidigungsminister von elf europäischen Ländern und Kanada hatten vor knapp zwei Wochen in Brüssel einen so genannten Letter of Intent unterzeichnet, dass sie Militärtransporter vom Typ Antonov AN-124 für die Zeit des Übergangs zum Airbus A400 M chartern wollen. Die Erklärung ließ die Möglichkeit offen, auch Flugzeuge vom Typ Boeing C-17 zu leasen, wofür sich eine Reihe von Staaten und auch NATO-Generalsekretär George Robertson ausgesprochen haben.

Ein hochrangiger Diplomat hatte gewitzelt: "Robertson wollte eine Air Robertson mit Boeing machen." Die ersten Airbus-Transporter sollen im Jahr 2009 ausgeliefert werden. Innerhalb der NATO verfügen die USA über mehr als 200 Militärtransportflugzeuge, mit denen auch größere Strecken bewältigt werden können. Großbritannien hat vier geleaste C-17-Flugzeuge, der Rest der 19-köpfigen Allianz in diesem Bereich keine Kapazitäten. Die Luftwaffe fliegt mit veralteten und vergleichsweise kleinen Transall-Transportern mit niedriger Reichweite, was etwa den bevorstehenden Kongo-Einsatz erschwert.

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