Übergangsphase reicht aus
Keine vorzeitige Ausgabe von Euro-Scheinen

Bundesbank-Präsident Ernst Welteke hat Forderungen nach einer vorzeitigen Verteilung der Euro-Scheine an die Bürger eine Absage erteilt.

afp HAMBURG."Die Euro-Scheine werden nicht vor dem 1. Januar 2002 ausgegeben", sagte der Notenbank-Chef der Bild"Zeitung vom Donnerstag. Nach dem Run auf die ersten Euro-Münzen hatte sich die Europa-Parlamentarierin Christa Randzio-Plath (SPD) sowie Politiker der Union und FDP dafür ausgesprochen, schon vor Weihnachten mit der Verteilung zu beginnen. Damit könnten sich die Bürger vor dem Jahreswechsel an das neue Geld gewöhnen und Schlangen an den Geldautomaten würden vermieden.

"Es besteht kein Grund, die Geldautomaten zu stürmen, denn bis zum 28. Februar kann noch mit D-Mark bezahlt werden", erinnerte Welteke mit Blick auf die Übergangsphase, in der Euro und Mark parallel zum Bezahlen genutzt werden können.

Randzio-Plath sprach sich dagegen am Mittwoch in Straßburg dafür aus, "kleine Scheine im Wert von fünf und zehn Euro an die Bevölkerung bereits vorab zu verteilen". Damit werde "ein größeres Gefühl der Sicherheit im Umgang mit dem neuen Geld vermittelt", betonte die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Europa-Parlament. Zuvor hatten auch der CDU-Wirtschaftsexperte Karl-Heinz Scherhag und der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hermann Otto Solms, eine Änderung des Euro-Zeitplans gefordert.

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