Übergangsweise soll es staatliche Haftung gegen Prämien geben
Eichel kritisiert Versicherungen und Airlines

Der Finanzminister finde es "ausgesprochen problematisch", dass zwei so starke Branchen nicht in der Lage seien, eine Regelung für das Problem zu finden, "sondern den Staaten vor die Füße kippen", sagte Eichel vor Journalisten am Samstag in Lüttich. Er hoffe, dass es solche Übereinkünfte noch geben werde. "Das wäre eigentlich die angemessene Antwort."

dpa LÜTTICH. Einige Regierungen, darunter die deutsche, haben zugesagt, übergangsweise für das zusätzliche Risiko "Krieg und Terrorismus" einzuspringen, das die Versicherer nach der Katastrophe in den USA nicht mehr zu den bisherigen Bedingungen abdecken wollen. Für die staatliche Haftung sollen die Unternehmen aber Prämien bezahlen. Über den Umfang muss noch verhandelt werden. Die deutschen Gesellschaften können nach der Gewährleistungszusage ihre Flugbetrieb weiterführen.

Die 15 EU-Finanzminister seien sich einig, dass staatliche Garantien für die Airlines nur vorübergehend gewährt werden dürften, wenn eine Einigung mit den Versicherern kurzfristig nicht gelinge. Es müsse von denen geregelt werden, die im Markt dafür zuständig seien, betonte Eichel. Beihilfen werde es nicht geben, weder an die die Luftverkehrsgesellschaften noch an die Industrie. "Das ist die klare Position aller 15 Finanzminister", unterstrich Eichel.

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