Übergriffe auf Minderheiten - Riesige Nachfrage nach Nationalflaggen in den USA
Welle des Patriotismus und Rachefeldzüge in New York

In New York sind Bewohner mit arabischem oder asiatischem Aussehen offenbar Opfer von Rachefeldzügen für die beiden Terror-Anschläge auf das World Trade Center geworden. Bürgermeister Rudolph Giuliani sagte am Mittwoch, der Polizei lägen mehrere Anzeigen solcher Übergriffe vor. Gleichzeitig führte der Anschlag zu einer Wlle des Patriotismus in den USA. US-Flaggen werden im Handel knapp.

afp NEW YORK. Giuliani warnte die Einwohner vor derartigen Angriffen, die bloß den Terroristen in die Hand spielten. "Wir haben es hier mit dem krankhaften Hass von Menschen auf andere Menschen zu tun, nur weil diese anders denken." Es wäre "wirklich grauenvoll", wenn New Yorker genauso handeln würden, warnte Giuliani. Sonderpatrouillen der Polizei würden in einigen Vierteln unterwegs sein und Beteiligte an rassistischen Gewalttaten festnehmen. Zudem seien die Patrouillen verstärkt worden, um Plünderungen vorzubeugen.

Nach den Terroranschlägen in New York und Washington finden US-Flaggen in den Vereinigten Staaten derweil reißenden Absatz. Die größte Einzelhandelskette des Landes, Wal-Mart, verkaufte nach eigenen Angaben allein am Dienstag 116 000 Flaggen. Am gleichen Tag des Vorjahres seien dagegen landesweit nur 6 400 "Star Spangled Banner" über den Ladentisch gegangen, sagte Wal-Mart-Sprecher Tom Williams am Mittwoch. Auch am Mittwoch habe es wieder enorme Nachfrage nach der Nationalflagge gegeben. Wal-Mart nahm Kontakt zu fünf Fahnenherstellern auf, um den Nachschub zu organisieren, sagte Williams. "Wir glauben nicht, dass das eine vorübergehende Erscheinung ist - das wird eine ganze Weile anhalten", sagte der Sprecher.

Die Anschläge vom Dienstag, bei denen Terroristen vier Passagierflugzeuge entführten und sie gegen das World Trade Center sowie das US-Verteidigungsministerium lenkten, führten in den USA zu einer Welle des Patriotismus. Landesweit hissten Amerikaner vor ihren Häusern Fahnen oder schmückten ihre Autos mit den Flaggen.

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