Überkapazitäten von mehr als 20 %
Powergen nimmt ein Viertel der Kapazitäten vom Netz

Auf Grund der niedrigen Großhandelspreise will die E.ON-Tochter Powergen, London, 1 800 Megawatt ihrer Erzeugungskapazitäten vom Netz nehmen.

vwd LONDON/DÜSSELDORF. Dies wären rund ein Viertel der gesamten Kapazitäten in den sieben britischen Kraftwerken des Unternehmens. Der Chief Executive von Powergen UK, Paul Golby, erklärte am Mittwoch, der Markt in Großbritannien sei kaputt. Die Großhandelspreise lägen mittlerweile unter den Produktionskosten. Dies sei nicht aufrecht zu halten. Nach Angaben von Powergen gibt es im britischen Strommarkt derzeit selbst bei extremer Kälte Überkapazitäten von mehr als 20 %.

Die E.ON AG hatte bereits im August auf Belastungen ihrer - erst im Monat zuvor übernommenen Stromtochter - hingewiesen. Die rückläufigen Ergebnisse in der Erzeugung würden bei Powergen nur zum Teil durch höhere Margen im Endkundengeschäft aufgefangen, hieß es im Halbjahresbericht des Düsseldorfer Konzerns. Hinzu kommen für Powergen derzeit sinkende Strompreise im unregulierten US-Markt sowie ein unter Druck geratenes Gasgeschäft in Argentinien. Nach Angaben von E.ON sind bereits eine Reihe von "Gegensteuerungsmaßnahmen" eingeleitet worden, um die Ergebnisse in den drei Problembereichen wieder zu stabilisieren.

Neben der Preisstabilisierung durch die Zurücknahme von Kraftwerkskapazitäten hat E.ON außerdem bereits Kostensenkungsziele bei Powergen beschlossen. So sollen die beeinflussbaren Kosten bei dem britischen Versorger bis 2005 um insgesamt 100 Mill. Pfund gesenkt werden. Im laufenden Jahr wird Powergen das Betriebsergebnis des Düsseldorfer Energiekonzerns nach Einschätzung von E.ON mit einem niedrigen zweistelligen Mio-EUR-Betrag belasten.

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