Überlebende des Nazi-Regimes wollen auch demonstrieren
9000 Polizisten sollen Krawalle in Berlin verhindern

Angesichts drohender Krawalle am Rande links- und rechtsextremer Demonstrationen am 1. Mai in Berlin will die Regierung der Hauptstadt hart durchgreifen. Ein Rekordaufgebot von 9000 Polizisten soll für Ruhe sorgen.

dpa BERLIN. "Ich bin überzeugt, dass es weniger schlimme Krawalle geben wird als in den Vorjahren", sagte Innensenator Eckart Werthebach (CDU) am Sonntag. Er hatte einen NPD - Aufzug und erstmals auch Demonstrationen von Linksextremisten in Kreuzberg verboten.

Die Kundgebung der rechtsextremen NPD war am Freitag in letzter Instanz vom Berliner Oberverwaltungsgericht genehmigt worden. Von der Innenstadt müssen die Rechtsextremen allerdings in den Außenbezirk Hohenschönhausen ausweichen. Der geplante Aufzug der linken "Antifaschistischen Aktion Berlin" blieb dagegen vorerst verboten. Für diesen Montag wird die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes über einen Einspruch der Anmelder erwartet.

In den vergangenen 14 Jahren hatten sich Autonome am Tag der Arbeit stets Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Kritiker befürchten, dass das Verbot der geplanten "Revolutionären 1.-Mai- Demonstration" erst recht zu Ausschreitungen führen wird. Beim NPD - Aufmarsch rechnet die Polizei mit bis zu 1500 Teilnehmern. Nach Angaben Werthebachs liegen Anmeldungen für Gegenveranstaltungen - darunter auch von der Antifaschistischen Aktion Berlin - vor. Entscheidungen zu möglichen Auflagen stehen dazu noch aus. Überlebende des NS-Regimes kündigten für den 1. Mai ebenfalls eine Protestveranstaltung in Hohenschönhausen an.

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