Übernahme-Angebot akzeptiert
Lek-Aktionäre ebnen Weg für Novartis

Der Übernahme des slowenischen Generikaherstellers Lek durch den Schweizer Pharmakonzern Novartis dürfte nun nichts mehr im Wege stehen. Die Lek-Hauptaktionäre sagten am Montag, sie würden das neue, um rund zehn Prozent erhöhte Angebot von Novartis akzeptieren.

Reuters LJUBLIJANA. Der Markt reagierte positiv auf die Nachricht der nun wahrscheinlichen Transaktion. Novartis stiegen in einem leichteren Gesamtmarkt um 0,6 Prozent auf 56,85 Franken. Die Aktien der grössten kotierten slowenischen Firma stiegen über 13 Prozent auf 102 020 Tolar.

Novartis hatte am Wochenende die Offerte für eine Lek-Aktie auf 105 000 slowenische Tolars (446,40 Dollar) von den bisher gebotenen 95 000 Tolar erhöht. Bedingung für das Angebot ist, dass Novartis 51 Prozent der Lek-Aktien angedient werden. Der Wert der Übernahme beläuft sich damit auf rund 860 Millionen Dollar. Die Angebotsfrist erstreckt sich bis zum 4. November. Novartis war Ende September mit der ersten Übernahmeofferte gescheitert.

Die beiden staatlich kontrollierten Fonds KAD und SOD, die zusammen 27,5 Prozent an Lek kontrollieren, und zwei lokale Investmentfonds, die zusammen sieben Prozent halten, erklärten am Montag nun, dass sie das neue Novartis-Angebot akzeptierten.

Experten zufolge ist Lek für Novartis vor allem wegen der Produktionskapazitäten für ein Generikum des Antibiotikums Augmentin interessant. Generika sind preislich herabgesetzte Versionen von Medikamenten, die den Patentschutz verloren haben.

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