Übernahme der Dresdner Bank
Allianz sieht 3,7 Mrd. Euro Finanzierungsbedarf

Die Allianz rechnet für die Übernahme der Dresdner Bank mit einem externen Finanzierungsbedarf von 3,7 Mrd. Euro. Wie aus den Unterlagen der Analystenkonferenz vom Freitag weiter hervorgeht, setzt der Versicherungskonzern dabei voraus, dass das Übernahmeangebot vollständig von den Dresdner-Aktionären angenommen wird.

Reuters MÜNCHEN. Im April hatte Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner noch von einem Finanzierungsbedarf von rund acht Milliarden Euro gesprochen. Neben den schon angekündigten Verkäufen ihrer Anteile an der Hypovereinsbank (HVB) und der Münchner Rückversicherung plant die Allianz den Unterlagen zufolge offenbar weitere Beteiligungsverkäufe in Höhe von 4,5 Mrd. Euro.

Den Wert des Übernahmeangebots beziffert die Allianz den Unterlagen zufolge mit 30,7 Mrd. Euro. Um den Finanzierungsbedarf zu ermitteln, müssen davon für den bereits von der Allianz gehaltenen 20-prozentigen Anteil an der Dresdner Bank 6,1 Milliarden Euro abgezogen werden. Den Kauf der Allianz Leben von der Münchener Rück veranschlagt die Allianz mit 2,6 Mrd. Euro. Die Beteiligungsreduzierung an der HVB und der Münchener Rück schlägt mit 16,8 Mrd. Euro zu Buche. An liquiden Mitteln will die Allianz dann 2,2 Mrd. Euro aufwenden, so dass sich letztlich eine Schuldenaufnahme von 3,7 Mrd. Euro ergibt.

Dem Angebot zufolge sollen die Anteilseigner der Dresdner Bank für zehn eigene Papiere eine Allianz-Aktie und 200 Euro in bar erhalten. Die Angebotsfrist läuft bis zum 13. Juli. Bis zum 23. Juli soll dann - die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörden vorausgesetzt - die Transaktion abgeschlossen sein.

Allianz AG - Drei-Monatsverlauf

Aktien der Dresdner Bank und Allianz legten seit Donnerstag deutlich zu, nachdem beide Unternehmen Details zu den erwarteten Kosten- und Ertragssynergien bekannt gegeben hatten. Am Freitagnachmittag notierten die Allianz-Titel mit knapp drei Prozent im Plus bei 339,40 Euro. Die Aktien der Dresdner Bank stiegen in der Spitze um mehr als zwei Prozent auf ein Jahreshoch bei 53,13 Euro.

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