Übernahme durch die HEW berge Unsicherheiten
Bankgesellschaft struft Bewag auf "Akkumulieren" zurück

Skeptisch sieht die Bankgesellschaft Berlin die Zukunft der Bewag-Aktie. Möglicherweise werde das Unternehmen nach einem Übernahme-Angebot durch die HEW sogar vom Kurszettel verschwinden.

adx BERLIN. Die Bankgesellschaft Berlin hat die Aktien der Bewag AG von "Kaufen" auf "Akkumulieren" zurückgestuft. Die angekündigte Übernahme durch die HEW berge für die Zukunft der Bewag Unsicherheiten, sagte Analystin Kathrin Spanek zur Begründung. So sei nicht klar, ob der Großaktionär Southern Energy vor Gericht ziehe und die Übernahme damit zu einer "Hängepartie" werde. Ebenso sei möglich, dass die HEW den außenstehenden Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreite und die Bewag von den Kurszetteln verschwinde. Die Gewinnschätzung bleibt von der Übernahme unberührt. Sie liegt für das jüngst abgelaufene Jahr und die kommenden beiden Jahre bei 0,78 Euro, 0,75 Euro und 0,71 Euro je Aktie.

Allerdings bringe die neue Konstellation auch Vorteile. Durch die Übernahme der VEAG böten sich Optimierungsmöglichkeiten, sagte die Expertin. Zudem passten HEW und Bewag bezüglich ihres Energiemixes hervorragend zusammen. Während die Hamburger im Bereich Kernkraft stark sind, erzeugt das Berliner Unternehmen seinen Strom vor allem mit Kraft-Wärme-Kopplung. Aus Kostengründen sei eine Grundauslastung per Kernkraftstrom und die Deckung der Stromspitzen durch die Bewag-Energie denkbar, blickte die Analystin in die Zukunft. Im Gegenzug erspare sich HEW bei dem vorgesehenen VEAG-Zukauf die Investitionen in Kraftwerke, wenn die Laufzeiten der Atommeiler auslaufen.

Bewag AG 3-Monatsverlauf

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