Übernahmeangebot
Spütz-Aktionäre im Zwiespalt

Der Vorstand der Spütz AG hat am Donnerstag das Übernahmeangebot der britischen New Media Spark befürwortet, rät den Aktionäre jedoch angesichts des über der Offerte liegenden Börsenpreises zur genauen Prüfung der Situation.

Reuters FRANKFURT/M. "Da der Kurs der Aktie zwischenzeitlich auf Grund des Angebots über dem Angebotspreis liegt, sollten die Aktionäre von Spütz genau den Kurs beobachten und, sofern sie ihre Spütz-Aktien veräußern wollen, genau erwägen, ob sie das Angebot annehmen oder über die Börse verkaufen wollen, falls dies günstiger ist", heißt es in einer Finanzanzeige des Spütz-Vorstandes und des Aufsichtsrats. Der britische Wagniskapitalfinanzierer New Media Spark hatte am 1. Juli 2002 ein Übernahmeangebot für den Börsenmakler von fünf Euro je Aktie vorgelegt. Der Spützkurs stieg daraufhin von 3,64 Euro am Tag vor Veröffentlichung der Offerte auf bis zu 7,00 Euro. New Media hält nach früheren Angaben rund 66,3 Prozent der Stimmrechte bei Spütz.

Die Spütz-Führung bezeichnete das New Media-Angebot in der Anzeige als fair und angemessen. Die anstehenden Veränderungen im Geschäft der Firma nach der Übernahme durch New Media, die eine Konzentration auf das Beteiligungsgeschäft bedeuteten, deckten sich mit den Zielen von Spütz selbst. Auf der jüngsten Aktionärsversammlung war neben der Umbenennung von Spütz in EquiVent AG auch eine Ermächtigung des Vorstandes beschlossen worden, das Unternehmen von der Börse zurückzuziehen.

Da die Angebotsfrist am 30. Juli auslaufe, empfehle die Unternehmensführung den Aktionären, umgehend Kontakt mit ihrer Depotbank aufzunehmen. Weiter heißt es in der Finanzanzeige, weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat hielten mittelbar oder unmittelbar Spütz-Aktien.

Am Mittwoch war die Spütz-Aktie mit 5,61 Euro aus dem Handel gegangen.

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