Übernahmefantasien abgekühlt
Bankhaus Metzler stuft Commerzbank herab

dpa-afx FRANKFURT. Die Analysten des Bankhauses Metzler haben die Aktien der Commerzbank auf "Sell" herabgestuft. Bislang war das Unternehmen als "Hold" eingestuft. Als Auslöser für die Herabstufung des Dax-Wertes nannte die Bank in einer am Montag veröffentlichten Studie die Erhöhung der Beteiligungen des italienischen Versicherers Generali und der spanischen Banco Santander Centro Hispanico (BSCH) an der Commerzbank.

Nach Meinung des Analysten Guido Hoymann ist die Commerzbank-Aktie überbewertet. Er sieht einen gerechtfertigten Kurs von 30 Euro. Aktuell notiert die Aktie in Frankfurt knapp unter 34 Euro. Der gegenwärtige Kurs sei nur durch Übernahmespekulationen im Zusammenhang mit der Investorengemeinschaft Cobra zustande gekommen. Nach dem erweiterten Einstieg von Generali und BSCH seien diese Übernahmefantasien nun abgekühlt.

Die Commerzbank sei in den Verhandlungen mit Generali und BSCH in einer Position der Schwäche gewesen - daher seien die jetzt erreichten Vereinbarungen aus Sicht des Anlegers nicht optimal. Zudem verwässere auch die angekündigte Kapitalerhöhung die Ergebnisse.

Der Analyst kann zudem bei der jetzt erreichten Lösung keine Vorteile für die Commerzbank erkennen. Der Sinn scheine nur zu sein, die Solo-Strategie der Bank durch eine defensive Allianz mit großen Anteilseigner abzusichern. Darin sei aber kein Vorteil für die Anleger zu erkennen.

Schließlich erwartet Hoymann weiteren Kursdruck auf die Aktien der Commerzbank, wenn die Cobra-Mitglieder sich von ihren Anteilen trennen.

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