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Übernahmefrist abgelaufen - Sanofi Synthelabo vor Aventis-Übernahme

(dpa-AFX) Paris - Der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo SA < Psan.PSE > < SNW.ETR > hat nach Ablauf seines Übernahmeangebots gute Chancen, sich den deutsch-französischen Konkurrenten Aventis SA < Pave.PSE > < AVE.ETR > einzuverleiben. Das Angebot von 52 Milliarden Euro war nach dem Zeitplan der Pariser Börsenaufsicht AMF am Freitag eine Stunde vor Mitternacht gleichzeitig in Deutschland, Frankreich und den USA ausgelaufen. Das Ergebnis soll spätestens am 12. August veröffentlicht werden.

(dpa-AFX) Paris - Der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo SA < Psan.PSE > < SNW.ETR > hat nach Ablauf seines Übernahmeangebots gute Chancen, sich den deutsch-französischen Konkurrenten Aventis SA < Pave.PSE > < AVE.ETR > einzuverleiben. Das Angebot von 52 Milliarden Euro war nach dem Zeitplan der Pariser Börsenaufsicht AMF am Freitag eine Stunde vor Mitternacht gleichzeitig in Deutschland, Frankreich und den USA ausgelaufen. Das Ergebnis soll spätestens am 12. August veröffentlicht werden.

Das kurz vor Fristablauf noch eingereichte Aktienangebot des Aventis-Großaktionärs Kuwait Petroleum (KPC) an Sanofi garantiert nach Einschätzung von Analysten die Übernahme. Sanofi habe ohne Schwierigkeiten 50 Prozent und wahrscheinlich mehr der Aventis-Aktien sicher, hatten Analysten in Paris gesagt. KPC, die 13,5 Prozent an Aventis hält, hatte ihre Aktien Sanofi am Freitag angeboten.

Im Falle eines Scheiterns würde das Projekt platzen, nach Pfizer Inc. < PFE.NYS > < PFE.FSE > und Glaxosmithkline Plc < GSK.ISE > < GS7.FSE > den drittgrößten Pharmakonzern der Welt zu bilden. Gelingt die Aktion, soll das neue Unternehmen mit einem geschätzten Umsatz von 24,5 Milliarden Euro und weltweit über 100.000 Beschäftigten Anfang Januar 2005 aus der Taufe gehoben werden. Am Donnerstag hatte die US-Handelsaufsicht FTC grünes Licht für den Kauf gegeben, machte jedoch den Verkauf bestimmter Produkte zur Auflage.

Aventis hatte das im Januar lancierte feindliche Angebot zunächst entschieden abgelehnt. Im Verlauf der Übernahmeschlacht, in die auch die Pariser Regierung zu Gunsten der Fusion eingegriffen hatte, musste Sanofi sein Angebot kräftig erhöhen. Um seinen nach dem Umsatz doppelt so großen Konkurrenten schlucken zu können, hat Sanofi 16 Milliarden Euro an Krediten bei Banken aufgenommen.

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