Übernahmegerüchte durch schweizer Roche
Bayer spricht mit Experten über Konzernstrategie

Reuters DÜSSELDORF. Die Leverkusener Bayer AG entwickelt derzeit mit Bankenexperten die weitere Konzernstrategie.

Bei den Banken handele es sich um die Deutsche Bank und Credit Suisse First Boston, sagte Bayer - Firmensprecher Michael Schade am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Grund für die Entwicklung neuer Konzepte diene aber nicht in erster Linie der Abwehr einer feindlichen Übernahme, sagte der Sprecher weiter. Ziel sei vielmehr, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern. "Wir wollen aus eigener Kraft wachsen", sagte Schade. Die Bayer-Aktie stieg am Freitag mit 55 Euro ein neues Jahreshoch.

Der Börseninformationsdienst "Platow Brief" hatte zuvor berichtet, Bayer arbeite an einer Strategie zur Abwehr einer feindlichen Übernahme.

Schade sagte weiter, der Grund für die derzeitigen Beratungen mit den Experten sei nicht eine drohende Übernahme. Vielmehr sei der Kernpunkt die Wertsteigerung des Unternehmens. "Was kann man auf hohem Niveau verbessern, um den Shareholder Value zu steigern?", sagte Schade. Um das zu schaffen, würden ständig, und jetzt noch intensiver, Theorien und Überlegungen für alle denkbaren zukünftigen Vorgehensweisen diskutiert. "Dabei ist es erlaubt, über Alles zu diskutieren." Das fange an bei Kommunikation und gehe über mögliche Zukäufe bis zu Investor Relations. Die Veränderungen müssten nicht groß, sondern könnten auch nur marginal sein. Die Gespräche liefen seit rund vier Wochen. Mit ersten Ergebnissen sei Anfang nächsten Jahres zu rechnen. Der Vorstand werde dann darüber beraten.

In diesem Jahr habe sich Bayer "ziemlich gut entwickelt", was sich auch im Aktienkurs widerspiegele. Der Markt habe dies endlich honoriert, sagte Schade weiter. Der Aktienkurs der Chemie- und Pharmakonzerns hat sich seit Juni diesen Jahres von seinem bisherigen Jahrestief von 38,52 Euro stetig nach oben entwickelt. Bayer hatte in den ersten neun Monaten getragen von der Gesundheitssparte seinen operativen Gewinn deutlich um 600 Mill. Euro auf 2,7 Mrd. Euro gesteigert. Bayer-Chef Manfred Schneider bekräftigte Mitte November die Prognose für 2000, nach der das Konzernergebnis mindestens um zehn Prozent wachsen dürfte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%