Übernahmegerüchte
Nida-Rümelin sorgt sich um Viva

Nach den Übernahmegerüchten um den Kölner Musiksender Viva hat Staatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) vor Einschränkungen in der Musikkultur gewarnt.

dpa KÖLN. "Wenn Viva an einen US-Konzern ginge, würde ein Stück Musikkultur in Deutschland verloren gehen", sagte Nida-Rümelin in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Hintergrund der Äußerung sind Medienberichte, wonach sich die US-Medienkonzerne AOL Time Warner und Viacom eine Übernahmeschlacht um Viva liefern. Viacom gehört der Viva-Konkurrent MTV.

Ähnlich äußerte sich der Medienbeauftragte des Landes Nordrhein- Westfalen, Helmut Thoma. "Es ist ein Verlust, sollte Viva ein Unterprogramm von MTV werden." Er zeigte sich besorgt, dass der MTV- Mutterkonzern Viacom Viva möglicherweise nach einer erfolgreichen Übernahme einstellen könnte. Gleichzeitig erwartete Thoma, dass sich die Landesanstalt für Rundfunk NRW einschalten werde. "Es muss ja das Bestreben der Medienaufsicht sein, für eine gewisse Vielfalt zu sorgen", sagte Thoma.

Viva wollte sich zu den Vorgängen am Dienstag nicht äußern. Das börsennotierte Unternehmen mit 700 Beschäftigten ist nach eigenen Angaben im Musik-TV-Markt führender Anbieter in Deutschland, der Schweiz, Polen und Ungarn.

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