Übernahmegespräche beflügeln Commerzbank-Aktie
Dax fehlen die Impulse

Die Standardwerte an der Frankfurter Börse sind am Montag auf ein neues Jahrestief gefallen. Der Dax sank um 1,44 % auf 5 113 Zähler.

dpa/rtr FRANKFURT/MAIN. Das bisherige Jahrestief hatte bei 5 124 Punkten gelegen. Die 70 MDax- Werte stemmten sich gegen die negative Tendenz und legten 0,08 % auf 4506 Punkte zu. Auf dem Parkett werden nur wenige Aktien gehandelt, hieß es von Händlerseite. Das liege daran, dass die New Yorker Börse wegen eines Feiertage geschlossen sind und keine Impulse geben.

Ganz oben in der Gunst der Anleger standen wieder Commerzbank mit einem Anstieg um 0,44 % auf 27,44 ?. "Es sollen ernste Gespräche laufen", sagte Karl-Heinz Goedeckemeyer, Finanzanalyst bei Hornblower Fischer in Frankfurt mit Blick auf schon seit Tagen im Markt kursierende Spekulationen, wonach die italienische Bank Unicredito an einer Übernahme der Commerzbank interessiert sei. Die Commerzbank sei zu klein für Europa, sagte Goedeckemeyer weiter. Sie habe zwar ein gutes Kreditgeschäft in Deutschland, müsse aber in der Vermögensverwaltung stärker werden.

"Comerzbank und Unicredito passen zusammen", sagte Goedeckemeyer weiter. Unicredito habe in Italien ein starkes Kreditgeschäft und sei in der Vermögensverwaltung gut aufgestellt. Im Aktienkurs der Commerzbank sei allerdings schon eine entsprechende Prämie enthalten, "so dass wir dort nicht sehr viel mehr sehen werden".

Die Commerzbank hatte zuvor einen Kommentar zu Medienberichten über eine angebliche Übernahme der Bank durch die drittgrößte italienische Bank abgelehnt. In ihrer Samstagausgabe hatte die Wirtschaftszeitung "Financial Times" unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise berichtet, dass die Unicredito mit der Commerzbank in Gesprächen über ein Fusion sei, wobei auch der Commerzbank-Großaktionär Generali mit am Tisch sitze.

Kursverluste bei T-Aktie nach Ablauf Haltefrist begrenzt

Die Aktien der Deutschen Telekom haben sich am Montag mit deutlichen Kursverlusten an die Spitze der Verlierer im Dax gesetzt, nachdem am Samstag eine Haltefrist für ehemalige Aktionäre der per Aktientausch übernommenen US-Mobilfunkfirma VoiceStream abgelaufen war.

Die Titel gaben bei dünnen Umsätzen um 3,8 % auf 16,30 ? nach. Händler sagten in ersten Einschätzungen, dass ein massiver Rückfluss von T-Aktien seitens ehemaliger Voicestream-Aktionäre nicht erkennbar sei. "Dass es hier die großen Rückflüsse gibt, können wir bis jetzt nicht sehen, die Umsätze sind einfach zu schwach", sagte ein Börsianer. "Es kann aber sein, dass das Volumen im Verlauf des Tages zunimmt."

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