Übernahmekämpfe sind beendet
EnBW einigt sich mit anderen Großaktionären

Die Karlsruher Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat sich nach einem monatelangen Tauziehen um Hidroeléctrica del Cantábrico (HC/Hidrocantábrico) mit den Rivalen darauf geeinigt, Spaniens viertgrößten Stromversorger gemeinsam zu führen.

dpa MADRID. Wie die Madrider Börsenaufsicht am Mittwoch mitteilte, unterzeichnete EnBW mit der portugiesischen EdP (Electricidade de Portugal), der spanischen Sparkasse Caja de Asturias (Cajastur) und der Versicherung Caser ein Abkommen über die Verteilung des Aktienkapitals und die Besetzung des Verwaltungsrates von HC.

Danach wird die EdP mit einem Anteil von gut 40 % größter Aktionär. Auf EnBW entfallen 35, auf die Cajastur 16,7 und auf Caser 8,3 %. Der Karlsruher Konzern beendet zudem seine Allianz mit dem spanischen Mischkonzern Ferroatlántica, mit dem er im April für rund 1,8 Mrd. ? 59,66 % des Kapitals von Hidrocantábrico übernommen hatte. Für den Verwaltungsrat nominiert die EdF fünf Mitglieder, EnBW vier und Cajastur/Caser drei.

Die Einigung war notwendig geworden, weil EnBW für eine Änderung der komplizierten Statuten von Hidrocantábrico die Unterstützung der anderen Großaktionäre benötigte. Für den spanischen Stromversorger geht damit eine mehr als einjährige Phase der Übernahmekämpfe und der Unsicherheit zu Ende. Das Unternehmen mit Sitz in Oviedo (Nordspanien) rangiert auf dem spanischen Strommarkt mit einem Marktanteil von rund sieben Prozent an vierter Stelle hinter Endesa, Iberdrola und Unión Fenosa.

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