Übernahmekandidaten sind ein TV-Produzent und ein Distributionsunternehmen
Internationalmedia will Umsatz verdoppeln

Das am Neuen Markt notierte Medienunternehmen IM Internationalmedia AG, München, will im laufenden Geschäftsjahr seinen Umsatz mehr als verdoppeln und führt derzeit Gespräche über zwei Akquisitionen in den USA. Möglicherweise werde es noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen, sagte der Vorstandsvorsitzende Florian Bollen am Donnerstag in München.

vwd MÜNCHEN. Es handele sich bei den Übernahmekandidaten um einen TV-Produzenten und im Spielfilmbereich um ein Distributionsunternehmen. Insgesamt habe IM Internationalmedia nach den Worten des CEO derzeit etwa 150 Mill. Euro in der "Kriegskasse".

Internationalmedia - Intraday-Chart

Er zeigte sich zudem zuversichtlich, die Umsatzprognose für 2001 von 355 (Vorjahr: 149,7) Mill. Euro zu erreichen. So seien darin nur die acht bis zehn Filme enthalten, für das Unternehmen die weltweiten Auswertungsrechte besitze. Diese würden noch vor dem drohenden Streik der Schauspieler in Hollywood Anfang Juli fertiggestellt, weshalb sich eventuelle Tarifstreitigkeiten laut Bollen kaum negativ auf Bilanz auswirken dürften. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll auf 47,2 Mill. Euro klettern. Da bei der Produktion von Filmen der Trend hin zu höheren Budgets gehe verbunden mit niedrigeren Margen, steige der Ertrag nicht proportional zum Umsatz.

Das Ergebnis soll in diesem Jahr 27,5 Mill. Euro betragen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Ebit den Angaben zufolge mit 27,5 (13,0) Mill. Euro mehr als verdoppelt, womit die eigenen Prognosen übertroffen worden seien. Positiv machte sich dabei laut CFO Andreas Konle ein Währungsgewinn von 5,6 Mill. Euro bemerkbar. Nach seinen Worten rechne das Unternehmen im laufenden Jahr mit einem positiven Cash Flow aus ausgelieferten Filmen von 29,7 Mill. Euro. Insgesamt verfügte IM Internationalmedia zum Jahresende über flüssige Mittel von 191,3 Mill. Euro. Davon würden 169 Mill. Euro aus dem Börsengang im vergangenen Mai stammen.

Der Umsatz lag 2000 mit 149,7 (115,7) Mill. Euro deutlich unter dem ursprünglich geplanten Wert von 193,2 Mill. Euro. Zur Begründung sagte Bollen, bei zwei zugekauften Filmen habe lediglich die Nettomarge geltend gemacht werden können, während bei einer Bilanzierung nach HGB die gesamten Verkaufserlöse in den Umsatz eingegangen wären. Bei einem Ausweis der vollen Erlöse hätte sich ein Umsatz von 229,1 Mill. Euro ergeben. "Für uns ist dies sehr unglücklich gelaufen", so der CEO. Der Jahrüberschuss stieg auf 19,7 (7,5) Mill. Euro. Die Umstellung der Rechnungslegung von US-GAAP auf IAS habe sich laut Bollen kaum auf das Zahlenwerk ausgewirkt.

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