Übernahmen geplant
Knorr bremst Konkurrenz aus

Der Bremshersteller Knorr plant für die Zukunft weitere Übernahmen.

 

Das Unternehmen plant einen Umsatz von mehr als zwei Mrd. Euro. Das Wachstum kommt vor allem aus der im Dezember von Honeywell übernommenen Lkw-Bremsen Bendix Commercial Vehicle Systems. -Sparte 2002 werde Bendix den Umsatz um 20 auf 400 Mill. $ steigern und positiv zum Ergebnis beitragen, kündigte Thiele an. 2001 war der Umsatz durch Erstkonsolidierungen und Zukäufe um 11 % auf 1,65 Mrd. Euro gestiegen.

"Wir planen immer Übernahmen", sagte Thiele. Es gebe aber keine konkreten Verhandlungen. Knorr interessiert sich vor allem für Hersteller von Produkten, die Schnittstellen zu den eigenen Bremssystemen haben.

Im Zuge der Finanzierung der Bendix-Übernahme, die eine dreistellige Millionen-Dollar-Summe kostete, hat die Bayerische Landesbank von Honeywell eine Beteiligung von 20 % an der deutschen Knorr-Tochter Nutzfahrzeug GmbH-Bremsen sowie 35 % an der brasilianischen Lkw-Bremsen-Tochter übernommen.

Mit dem ersten Quartal 2002 zeigte sich Thiele zufrieden. Der Umsatz liege mit 500 Mill. Euro im Plan, der Gewinn sei aber unterproportional gewachsen. Im Gesamtjahr werde das Ergebnis aber "keinesfalls schlechter" als 2001, kündigte der Vorstandschef an. Im vergangenen Jahr war das operative Ergebnis trotz der Umsatzsteigerung um 8,2 % auf 79 Mill. Euro gesunken. Knorr spürt vor allem in Europa und den USA die Krise auf dem Nutzfahrzeugmarkt. Auch 2002 rechnet Thiele wiederum mit einem Nachfragerückgang um 10 %.

Den Jahresüberschuss habe Knorr bei 59 Mill. Euro konstant gehalten, weil steuerliche Verluste geltend gemacht werden konnten. Knorr reagierte auf die Nutzfahrzeugflaute mit Personalabbau. Insgesamt strich der Konzern 423 Stellen und beschäftigt jetzt 9 215 Mitarbeiter, davon noch ein Drittel in Deutschland. Im Inland wolle er keine Werke schließen, sagte Thiele. Im Ausland stünden aber ein bis zwei Standorte zur Disposition.

Durch die Übernahme von Bendix stieg Knorr auch zum Weltmarktführer bei Lkw-Bremsen auf. Mit 47 % Marktanteil löste das Unternehmen hier den Konkurrenten Wabco (38 %) ab. Auch bei Schienenfahrzeugen liegt Knorr nach eigenen Angaben mit 44 % vor Wabco (19 %). Der Preisdruck in der Bahntechnik durch die Konzentration auf drei große Hersteller drücke aber das Ergebnis im Geschäft mit Eisenbahnbremsen.

Quelle: Handelsblatt

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