Übernahmen nicht ausgeschlossen
Deutsche Leasing wächst ungebremst

Der Konjunktureinbruch nach den Terroranschlägen vom 11. September hat das schnelle Wachstum der Deutschen Leasing (DL) nicht gebremst. "Die Stimmung ist schlechter als die Lage", sagte der DL-Chef Hans-Michael Heitmüller am Donnerstag in Frankfurt. Er sehe vorerst keinen Grund, vom Ziel einer zweistelligen Steigerung des Neugeschäfts auf 4,3 Mrd.. ? im neuen Geschäftsjahr 2001/2002 (seit 1. Oktober) abzurücken.

dpa-afx FRANKFURT. Zwar sei die Investitionsneigung schwächer geworden und im Mittelstand herrsche die Befürchtung, die geplante Reform der Kreditrichtlinien (Basel II) könne Kredite verteuern, sagte Heitmüller. Doch komme der Wunsch nach kurzer Kapitalbindung und Flexibilität in der Investitionsplanung dem Leasinggeschäft auch zu Gute.

2000/2001 baute die DL nach eigenen Angaben ihren Marktanteil in Deutschland von 13 auf 15 % aus. Der Ertrag sei auch zinsbedingt um 36 % gewachsen, sagte Heitmüller. Die Eigenkapitalverzinsung liege über 10 %; angestrebt würden 15 %. Zuletzt habe die DL netto gut 4 % nach Steuern ausgeschüttet.

Das Neugeschäft wuchs den Angaben zufolge 2000/2001 von 2,8 Mrd. auf 3,5 Mrd. Euro ei expandierten der Bereich Maschinenleasing um 27 % auf 1,367 Mrd.Euro, der Bereich Auto/Fuhrparkmanagement um 24 % auf 920 Mill. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 100 auf 1 109 (Inland: 957) aufgestockt.

Wachstumsmarkt öffentliche Hand

Bedeutende Wachstumsmärkte sieht die DL unter anderem im Ausland sowie bei der Öffentlichen Hand. Im Mobilienleasing in Europa habe das Unternehmen der Sparkassen-Gruppe sich gerade von Rang neun auf Rang acht vorgeschoben und wolle bis 2009 Rang drei erreichen, sagte Heitmüller. 2000/2001 sei das europäische Neugeschäft bereits um 48 % auf 233 Mill. Euro gewachsen.

Im Inland plant die DL eine Expansion im staatlichen Bereich von den Kliniken bis hin zur Schulausrüstung. Die Gemeinden könnten mit Leasing finanziellen Handlungsspielraum gewinnen, hieß es.

Im Rahmen der Expansionsstrategie schließt Heitmüller auch Übernahmen nicht aus. "Wir sind gerade dabei, eine Mergers&Acquisitions-Strategie zu formulieren", sagte er. "Jede Woche kriegen wir eine Leasing-Gesellschaft angeboten." Viele Kleine am Markt seien vom steigenden Refinanzierungsbedarf und von der nötigen Europäisierung überfordert.

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