Übernahmen nicht ausgeschlossen
Schörghuber-Verbund strebt Marktführerschaft auf Biermarkt an

Die zur Münchener Schörghuber-Gruppe gehörende Bayerische BrauHolding will sich weiter aktiv an dem Konsolidierungsprozess der deutschen Bierbranche beteiligen und zusammen mit dem niederländischen Partner Heineken zum Marktführer aufsteigen.

Reuters MÜNCHEN. "Diese Ziel wollen wir so schnell wie möglich erreichen", sagte der Chef der Schörghuber-Gruppe, Stefan Schörghuber, am Freitag in München. Derzeit sieht sich der Schörghuber-Verbund hinter Holsten und Binding an dritter Position.

Um Boden gegenüber der Konkurrenz gut zu machen, schließt Schörghuber dank einer gut gefüllten Kriegskasse Übernahmen und Beteiligungen nicht aus. Derzeit gebe es aber keine konkreten Verhandlungen, sagte er.

Erst Anfang Juni hatte die Bayerische Brauholding (Paulaner, Kulmbacher) zusammen mit dem Bierkonzern Heineken die Übernahme von 45 Prozent der Anteile an der deutschen Karlsberg-Tochter Karlsberg International Brand GmbH (KIB) angekündigt.

Vor allem mittelgroße Brauerein sieht Schörghuber als Betroffene des Konsolidierungsprozesses. "Der deutsche Biermarkt ist geprägt von Fragmentierung, Überkapazitäten und Renditeschwäche", sagte er. Darunter hätten besonders mittelgroße Brauereien zu leiden. Kleinere regionale Brauereien könnten sich hingegen als Nischenanbieter etablieren.

Die weit verzweigte Schörghuber-Gruppe setzt in diesem Jahr aber nicht nur auf die Expansion bei der Bayerischen BrauHolding. Auch in den Feldern Bau- und Immobilien, Flugzeug-Leasing und im Hotelbereich solle das Geschäft weiter ausgebaut werden, kündigte der Manager an.

Dabei schloss er nach dem abgesagten Börsengang der ImmobilienHolding im vergangenen Herbst eine Kapitalbeschaffung über den Aktienmarkt vorerst aus. Ein Börsengang sei derzeit kein Thema, sagte der Manager. Den Umsatz der rund 5000 Mitarbeiter zählenden Gruppe schätzte Schörghuber für das vergangene Jahr auf zwei bis 2,5 Milliarden Euro.

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