Übernahmepreis 13,4 Milliarden Dollar – Reinemund wird schon im Frühjahr 2001 Konzernchef
Pepsi übernimmt Quaker Oats

Pepsi Cola hat den Übernahmekampf um den US-Lebensmittelkonzern Quaker Oats gewonnen. Wie der Getränkehersteller morgen bekannt geben will, haben sich die Vorstände beider Unternehmen auf einen Übernahmepreis von 13,4 Mrd. $ geeinigt.

HB NEW YORK. Gleichzeitig wird Pepsi-Chef Roger Enrico früher als angekündigt die Konzernführung an den von ihm selbst ernannten Nachfolger Steven Reinemund übergeben. Dies soll wahrscheinlich bereits im Frühjahr geschehen, sobald die Quaker-Übernahme vollständig abgewickelt ist. Enrico hatte seit seinem Amtsantritt klar gestellt, dass er den Posten nur übergangsweise übernehmen werde, und hatte der Suche nach einem Nachfolger oberste Priorität eingeräumt. Im Oktober hatte er Reinemund zum Nachfolger für Ende 2002 erklärt. Gleichzeitig wird bei Pepsi die Reinemund-Vertraute Indra Nooyi, bisher Finanzvorstand, zur Präsidentin und damit zur Nummer Zwei im Konzern aufsteigen.

Pepsi sichert sich mit der Übernahme das erfolgreiche Fitness-Getränk Gatorade. Durch die Übernahme baut Pepsi seine Position im Bereich der Erfrischungsgetränke gegenüber der Konkurrenz deutlich aus. Sowohl der Coca-Cola Konzern, als auch Danone hatten bis zuletzt versucht, Quaker Oats zu übernehmen.



Für jede Quaker-Aktie bietet Pepsi 2,3 eigene Aktien

Das fusionierte Unternehmen wird zu 83 % den Pepsi-Aktionären und zu 17 % Quaker-Anteilseignern gehören. Für jede Quaker-Aktie bietet Pepsi 2,3 eigene Aktien. Damit wird jede Quaker-Aktie mit 97,46 $ bewertet. Ferner wird Pepsi nach jetzigem Verhandlungsstand Quaker-Schulden von 761 Mill. $ übernehmen. Damit hat Pepsi sein Übernahmeangebot gegenüber seiner gescheiterten Offerte vom Oktober nicht erhöht. Allerdings ist im jetzigen Abkommen eine Absicherung gegen Kursschwankungen enthalten: Sollte die Pepsi-Aktie während des letzten Monats vor Abschluss der Übernahme zehn Tage in Folge unter 40 $ fallen, muss Pepsi den Übernahmepreis auf 92 $ pro Aktie erhöhen oder Quaker könnte die Fusion absagen. Für Pepsi wiederum ist der Übernahmepreis auf maximal 105 $ pro Quaker-Aktie begrenzt, auch wenn deren Kurs deutlich steigt.

Die Fusion muss noch von der US-Wettbewerbsaufsicht genehmigt werden. Probleme könnten im Bereich der Sportgetränke entstehen, in dem Pepsi bereits präsent ist.

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