Übernahmespekalutionen bei der Commerzbank
Dax gibt Anfangsgewinne wieder ab

Seine Eröffnungsgewinne hat der Dax wieder abgegeben. Da Geschäft verläuft lustlos, es fehlen die Käufer.

rtr FRANKFURT. Die deutschen Aktienwerte haben ihre Eröffnungsgewinne im Verlauf des Handels am Montag wieder abgegeben. Händler begründeten die Entwicklung der nachlassenden Unterstützung der guten Quartalszahlen des Software-Herstellers SAP für den Gesamtmarkt. Insgesamt verlaufe das Geschäft bei geringen Umsätzen ruhig, da viele Anleger sich stark zurückhielten. Die Technologiewerte verzeichneten ebenso wie der Neue Markt unter dem Eindruck der schlechten Nasdaq-Vorgaben vom Freitag Verluste. Gegen den Branchentrend legten Commerzbank auf Grund von Übernahmespekulationen kräftig zu.

Am Mittag lag der Deutsche Aktienindex (Dax) praktisch unverändert bei 6387,84 Punkten. Am Neuen Markt verlor der Nemax-All-Share-Index 2,71 % auf 2306,43 Zähler und der Nemax-50 4,14 % auf 2235,78 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index hatte am Freitag 6,2 % tiefer geschlossen. Der MDax für die mittelgroßen Werte lag am Montagmittag 1,43 % niedriger bei 4585,75 Punkten.

Das Geschäft verlaufe lustlos, beschrieb Stefan Chmielewski, Händler beim Börsenmakler Schnigge, die Situation. Es gebe einen kleinen "Käuferstreik". Die Anleger warteten ab, wobei unklar sei, auf was genau gewartet werde. Börsianer rechneten für den weiteren Tagesverlauf mit einer Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau. Ein Broker hoffte auf eine freundliche Nasdaq-Eröffnung und in deren Fahrwasser anziehende Aktien in Deutschland. Chmielewski hingegen ging davon aus, dass der Dax auf Vortagesniveau schließen werde.

Im Rampenlicht stehen am Montag nach Aussagen von Händlern SAP, die nach guten Zahlen einen Kurssprung von 16,55 % auf 145,80 Euro verbuchten. Kräftig zulegen konnten auch Commerzbank, die von aufgefrischten Übernahmespekulationen profitierten. Die Aktie stieg um 4,08 % auf 33,15 Euro. Gefragt seien außerdem Unternehmen der "Old Economy" wie beispielsweise MAN, die sich um 2,18 % auf 29,48 Euro verteuerten.

Auf der Verliererseite standen die anderen Banken. Börsianer verwiesen als Begründung auf Presseberichte über angebliche Schwierigkeiten bei Bank of America. Branchenverlierer waren Dresdner Bank mit einem Minus von 1,68 % auf 45,62 Euro. Bei den Technologiewerten standen Epcos weit oben auf der Verkaufsliste. Die Aktien verbilligten sich um 2,07 % auf 93,10 Euro. Die Sorgen um die US-Autokonjunktur belasten unterdessen die deutschen Fahrzeughersteller. VW büßten 2,45 % auf 56,58 Euro ein. Die Wolfsburger litten zusätzlich unter einer Herabstufung durch die ABN Amro Bank.

Der Euro notierte gegenüber dem $ schwächer. Es wurden Kurse um 0,9500 $ nach einem Schluss von 0,9577 $ am Freitag in New York genannt. Der Euro-Bund-Future lag mit elf Ticks im Minus bei 109,38 Punkten.

Der Nasdaq - und der S&P-Future deuten mit einem Plus von 12,50 Punkten auf 2301 Zähler beziehungsweise 3,10 Punkten auf 1307,60 Zähler auf eine freundliche Eröffnung der Wall Street hin.



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