Übernahmespekulationen
Intershop brechen erneut ein

Der Kurs des Softwareunternehmens Intershop ist am Mittwoch erneut eingebrochen. Bis um 14 Uhr verloren die Aktien des Unternehmens weitere 24,44% auf 7,36 Euro. Gleichzeitig notierte der Nemax 50 12,33% leichter bei 2.213,93 Zählern.

dpa-afx FRANKFURT. Analyst Tomas Wolkenhauer von der KSK Pinneberg warf dem Unternehmen vor, zu hohe Erwartungen am Markt geschürt zu haben: "Dass die Umsätze bei Intershop wegbrechen, das hätte das Unternehmen schon eher erkennen müssen. Dass die E-Commerce-Umsätze bei den Kunden zurückgefahren werden, das war ja so neu nun auch wieder nicht - vor allem nach der Gewinnwarnung von Microsoft." Microsoft hatte Mitte Dezember eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres ausgesprochen.

Wolkenhauer sagte, angesichts dieses Szenarios hätte Intershop gut daran getan, die hohen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung von vorneherein zu senken. "Aber da schwebte innerhalb der Firma wohl immer noch als Ziel die Schwarze Null in den Köpfen herum - und die wird ja nun deutlich verfehlt."

Intershop sei nun bei einer Marktkapitalisierung von rund einer Milliarde Euro ein interessanter Übernahmekandidat. "Die Firma erstellt ja objektiv konkurrenzfähige Software - da ist sie schon interessant", sagte Wolkenhauer. der Analyst erwartet, dass institutionelle Anleger weiter aus dem Wert "flüchten" werden. Er sieht den Kurs auf 4 bis 5 Euro fallen. Von dieser Basis aus könnte ein Übernahmeangebot mit einem Aufschlag von 20% bis 30% kommen.

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