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Übernahmespekulationen treiben IVG-Aktie in die Höhe

Spekulationen um ein Übernahmeangebot israelischer Investoren für die IVG haben nach der Einschätzung von Händlern den Aktien des Immobilienkonzerns am Dienstag Auftrieb gegeben. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel legten bei sehr hohen Umsätzen zeitweise um 4,6 Prozent auf 8,15 Euro zu.

Reuters FRANKFURT. "Die israelische Zeitung "Maariv' berichtet heute, dass die beiden Investoren Shraga Biran und David Weisman derzeit Möglichkeiten prüfen, IVG zu übernehmen", sagte ein deutscher Fondsmanager. "Angeblich sollen elf bis 14,70 Euro je Aktie gezahlt werden. Das wäre ein ordentlicher Preis", fügte der Fondsmanager hinzu.

Frankfurter Aktienhändler ergänzten, es sei völlig unklar, ob der Zeitungsbericht den Tatsachen entspreche. Allerdings sei das IVG-Papier auf dem aktuellen Kursniveau von rund acht Euro günstig bewertet. "Die Aktie ist mindestens elf Euro wert, da kann man also durchaus noch einsteigen."

Bei IVG Immobilien zeigte sich ein Unternehmenssprecher auf Anfrage verwundert. "Wir wissen von nichts." Eine Übernahme der IVG sei angesichts der Eigentümerstruktur aber schwierig, da der Großaktionär WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG nicht verkaufen wolle. WCM hält rund 54 Prozent an IVG, weitere 25 Prozent liegen bei institutionellen Investoren, der Rest befindet sich in Streubesitz.

WCM bekräftigte auf Reuters-Anfrage, den IVG-Anteil halten zu wollen. "Wenn jemand kaufen wollte, müsste er von uns kaufen. Und ein Verkauf ist nicht geplant", sagte eine Konzernsprecherin in Frankfurt. Noch im vorigen Jahr habe WCM über eine Trennung von der IVG-Beteiligung nachgedacht. Solche Überlegungen gebe es derzeit aber nicht mehr.

In der Vergangenheit war an der Börse immer wieder über eine IVG-Übernahme spekuliert worden. Dabei wurden unter anderem die deutschen Baukonzerne Bilfinger Berger und Hochtief als mögliche Kaufinteressenten genannt.

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