Überproportionalen Anstieg des Ergebnisses
Lambda Physik hebt Umsatzprognose an

adx/rtr GÖTTINGEN. Der am Neuen Markt notierte Laser-Hersteller Lambda Physik AG hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) angehoben. Es werde nun von einer Zuwachsrate zwischen 30 und 35 % statt der bislang in Aussicht gestellten 25 bis 30 % gerechnet, sagte Vorstandschef Dirk Basting auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 46 % auf 100,2 Mill. Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 67 % auf 12,5 Mill. Euro gestiegen. Die am Neuen Markt notierte Lambda Physik-Aktie verbuchte am Donnerstag Kursgewinne von zeitweise mehr als zehn Prozent auf bis zu 59,20 Euro.

Lambda Physik - Intraday-Chart

Hintergrund für die nach oben revidierte Umsatzprognose sei, dass sich bereits in den ersten zwei Monaten des laufenden Geschäftsjahres die erfreuliche Geschäftsentwicklung des Vorjahres fortgesetzt habe, sagte Basting. Zudem habe das Göttinger Unternehmen einen Auftragsbestand von rund 70 Mill. Euro in der Tasche. Der operative Gewinn werde voraussichtlich überproportional zu den Erlösen steigen.

Ein wesentlicher Teil der Investitionen solle im laufenden Geschäftsjahr in die so genannte EUV-Technologie fließen, die in sieben bis acht Jahren zum Einsatz kommen werde und im Bereich Litographie komplementär zu Lasertechnologien verwendet werden könne. Damit und mit neuen Produkten, von denen bereits fünf kurz vor der Markteinführung stünden, wolle Lambda Physik seine technologische Führerschaft ausbauen. Zur Erschließung neuer Märkte werde in den USA ein Applikationszentrum gegründet, das nach neuen Anwendungen sucht und vorhandene Geräte modifiziert. Zudem werde ein neues Produktionsgebäude für Lithographie-Laser errichtet und die Produktion für diodengepumpte Festkörperlaser in den USA erweitert. Insgesamt werde sich die Produktionskapazität damit verdreifachen, sagte Basting.

Boom in der Halbleiterindustrie

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe Lambda von dem Boom in der Halbleiterindustrie profitiert. Zudem habe sich auch das wirtschafliche Klima in den USA und Asien positiv bemerkbar gemacht, sagte Basting. Das Unternehmen habe die Zahl seiner Patentanmeldungen auf 52 von 27 im Vorjahr nahezu verdoppeln und die Lizenzeinnahmen auf 399 000 Euro von zuvor 137 000 Euro steigern können. Den größten Teil zum Umsatz beigetragen habe der Geschäftsbereich Litographie mit 36 (Vorjahr: 27) Prozent. Dieser Bereich weise in der Wertschöpfungskette der Halbleiterindustrie das höchste Wachstum auf. Einer Studie des Marktforschungsinstituts Dataquest zufolge wird sich das Marktvolumen für Litographiesysteme wie Scanner bis 2001 auf 7,7 Mrd. $ von 2,7 Mrd. $ im Jahr 1998 erhöhen. Bei den industriellen Anwendungen wie für die Produktion von Flachbildschirmen, Tintenstrahldruckern oder Handys seien 34 (38) Prozent des Gesamtumsatzes erlöst worden. Die verbleibenden 30 (35) Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf die wissenschaftlichen und medizinischen Anwendungegebiete.

Über den Kursverlauf der Lambda Physik-Aktie äußerte sich der Vorstandschef positiv. "Trotz des sich allgemein nicht erfreulich entwickelnden Index hat sich unsere Aktie gut zwischen 50 und 65 Euro gehalten", sagte er.
Am Donnerstagmittag notierte das Papier 4,45 % im Plus bei 55,88 Euro. Die seit dem 21. September am Neuen Markt notierte Aktie erreichte Ende Oktober bei 68,99 Euro ihren bisherigen Höchststand, das bisherige Tief lag im November bei 38,30 Euro.

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