Überprüfung der Ratings
Moody’s sorgt sich um Japans Banken

Die Ratingagentur Moody?s überprüft, ob die Bewertung der finanziellen Position der meisten japanischen Großbanken herabgestuft werden muss. Außerdem werden Moody?s zufolge die Ratings der nachrangigen "junior"-Schuldtitel und der Vorzugsaktien zahlreicher Banken und ihrer Tochtergesellschaften geprüft. Die Bewertungen für nachrangige "senior"-Schuldtitel und unbesicherte "senior"-Verbindlichkeiten sowie die lang- und kurzfristigen Einlagen-Ratings würden dagegen nicht geprüft, hieß es.

vwd TOKIO. Die Aussichten für die Großbanken werden weiter als "negativ" eingestuft, nur bei Sumitomo Trust & Banking lautet die Bewertung "stabil". Die Überprüfung der Ratings spiegele, so Moody?s, die Besorgnis wider, dass die anhaltende Verschlechterung der Kapitalbasis der Großbanken und die nachlassenden staatlichen Unterstützungsmöglichkeiten die mittelfristigen Risiken für "junior"-Titel erhöhen könnten, die zum anrechnungsfähigen Eigenkapital zählen. Dabei werde geprüft, so Moody's, ob die "junior"-Forderungen möglicherweise benachteiligt werden, wenn eine Bank unter Aufsicht gestellt wird.

Die Bewertungen von Moody?s liegen für die meisten japanischen Großbanken derzeit bei "D" bzw. "E+". Die Überprüfung gründet u.a. auf der Ansicht, dass die Banken ihre internen Reserven zum Großteil aufgebraucht haben, aber weiter Risiken in ihren Kreditportfeuilles führen. Mangelnde Anzeichen einer Verbesserung im geschäftlichen Umfeld ließen zudem kurzfristig keine deutliche Rentabilität erwarten. Auf der Liste der Banken stehen u.a. Mitsubishi Tokyo Financial Group, Bank of Tokyo-Mitsubishi, Dai-Ichi und Sumitomo Mitsui Banking.

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