„Überragend“ - 2:0 in Gladbach
Das umjubelte Comeback des Andy M.

Er kam, er sah - und seine Eintracht siegte.Wieder einmal hat es der lange als "Heulsuse" verschrieene Andreas Möller allen seinen Kritikern gezeigt. Zum Leidwesen von Borussia Mönchengladbach. 113 Tage nach seinem letzten Bundesliga-Einsatz führte der "verlorene Sohn" den Neuling beim verdienten 2:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach zum ersten Erfolg nach dem Wiederaufstieg und zum ersten Sieg auf dem Bökelberg seit zehn Jahren.

HB MÖNCHENGLADBACH. Während die Frankfurter das Comeback von Möller und die ersten Saisontore von Markus Kreuz (17.) und Henning Bürger (90.) bejubelten, nimmt die Krise bei Mönchengladbach nach der dritten Niederlage in Folge bedrohliche Ausmaße an. Den Hausherren, die von den 33 900 depremierten Zuschauern gnadenlos ausgepfiffen wurden, fehlte die ordnende Hand, die Frankfurt in Möller hatte.

"Für das erste Spiel nach so langer Pause muss ich sagen: überragend", lobte Eintracht-Trainer Willi Reimann den Rückkehrer in den höchsten Tönen: "Wir sind durch ihn spielstärker geworden und haben noch mehr Potenzial im Mittelfeld." Elf Jahre und vier Monate nach seinem letzten Einsatz im Eintracht-Trikot hatte der 36- jährige Ex-Nationalspieler keinerlei Anpassungsprobleme. Möller forderte die Bälle, trug wesentlich zum gefälligen Spielaufbau der Hessen bei und spielte bis zu seiner Auswechslung in der 86. Minute insgesamt einen soliden Part. Bei Freistößen aber musste Möller (noch) ins zweite Glied rücken. Stattdessen schritt der Ervin Skela (5.) zur Tat, traf aber nur die Unterkante der Latte.

Im Gegensatz zur Eintracht, die überraschend gefestigt und abgeklärt auftrat, agierte Mönchengladbach planlos. Zwar schickte Trainer Ewald Lienen vier Stürmer ins Rennen, doch die kamen in der ersten Halbzeit zu keiner Torchance. "Die Fans haben uns zu Recht ausgepfiffen. Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt", räumte Kapitän Peer Kluge ein. Zwischen den Mannschaftsteilen fehlte die Bindung, und im Zweikampfverhalten offenbarten usgerechnet Leistungsträger wie Marcelo Pletsch eklatante Schwächen.

Der Brasilianer spielte nach einem weiten Abschlag von Eintracht- Torhüter Oka Nikolov völlig unnötig auf Abseits und ermöglichte so Kreuz freie Bahn zum 1:0. Kurz vor der Pause mussten die Gladbacher zwei weitere Nackenschläge hinnehmen. Erst schied Pletsch mit Verdacht auf Adduktorenabriss aus (42.), eine Minute später folgte der belgische Stürmer Joris van Hout mit Jochbeinbruch.

In der zweiten Halbzeit waren die Hausherren zwar etwas angriffslustiger, hatten aber weiterhin kaum Chancen. Die größten vergaben die eingewechselte Arie van Lent (51.) und Peter van Houdt (74.), die jeweils das Tor verfehlten, sowie Jeff Strasser (79.). Für die Entscheidung sorgte der kurz zuvor eingewechselte Bürger in der Schlussminute.

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