Überraschend geringe Verluste in den USA
Der Dax legt zu

Statt der befürchteten Gewinnmitnahmen mit folgenden Verlusten haben die deutschen Standardwerte zugelegt, nachdem die Wall Street das Wochenende mit geringen Verlusten einläutete.

dpa FRANKFURT/M. Statt der befürchteten Gewinnmitnahmen mit folgenden Verlusten haben die deutschen Standardwerte am Freitagabend zugelegt, nachdem die Wall Street das Wochenende mit geringen Verlusten einläutete. Für den Dax ging es um 0,36 Prozent auf 5911 Zähler hinauf. Während der MDAX immerhin noch um 0,01 Prozent auf 4 683 Stellen zulegte, zogen Gewinnmitnahmen den Nemax-50 um 0,98 Prozent auf 1 213 Zähler nach unten.

Der Markt unterliege bei eher ruhigem Geschäft weiterhin starken Schwankungen. Kursausschläge von 8 bis 10 Prozent in einzelnen Werten seien kaum überraschend, sagte ein Händler einer großen Frankfurter Bank. Als überraschend gering bezeichnete er jedoch die Kursabschläge bei Epcos, nachdem der Hersteller passiver Bauelemente zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose gesenkt hatte. "Aufgrund der Meldung hätte ich mit mehr gerechnet. Auf Gewinnwarnungen wird nicht mehr so stark reagiert, wie noch vor ein zwei Monaten." Dies beweise, dass viele Anleger bereits damit gerechnet hätten. Als zweitstärkster Verlierer gaben Epcos am Abend 1,81 Prozent auf 53,80 Euro ab.

Nachdem die Kapitalerhöhung bei Infineon Technologies erfolgreich am Markt platziert werden konnte, erholten sich die Aktien mit deutlichem Abstand zum Nächstplatzierten von den Einbußen der vergangenen Tage. 4,04 Prozent gewannen die Papiere auf 27,05 Euro. Siemens büßten 0,94 Prozent auf 63,71 Euro.

Preussag stürzten um 6,29 Prozent auf 34,39 Euro ab, nachdem die Aktien kurzzeitig sogar für 33,50 Euro gehandelt worden waren. Die Gewinnwarnung des Schweizer Reise-Konzerns Kuoni ließ die Aktie einbrechen.

Am letzten Tag des Umtauschangebots für die Dresdner-Bank - Aktionäre gab der Kurs des Geldinstituts um 0,90 Prozent auf 51,80 Euro nach. Allianz-Papiere fielen um 0,44 Prozent auf 323,50 Euro. Wie viele Aktionäre ihre Aktien in Allianz-Anteile umgetauscht haben, wird voraussichtlich Anfang kommender Woche bekannt gegeben.

Weil der Sportartikel-Hersteller adidas-Salomon trotz der Konsumflaute bei seinen Prognosen für 2001 bleibt, ging es für die Aktie mit den drei Streifen um 2,06 Prozent auf 74,30 Euro hinauf. Während der Umsatz um 3 bis 5 Prozent klettern soll, wird beim Gewinn ein Anstieg um 15 Prozent angestrebt.

In den USA stiegen die Standardwerte im Dow Jones zuletzt um 0,35 Prozent auf 10 515 Zähler. Die Wachstumswerte im NASDAQ Composite legten um 0,68 Prozent auf 2089 Zähler zu. Für die europäischen Standardwerte im EuroStoxx 50 ging es gleichfalls um 0,68 Prozent auf 4038 Zähler hinauf.

Die europäische Gemeinschaftswährung büßte sämtliche Aufschläge bis zum Abend wieder ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch mit 0,8539 US-Dollar (Donnerstag 0,8538) angegeben. Der Dollar kostete damit 2,2905 (2,2907) DM.

Am Rentenmarkt zeigte sich der Bund-Future 0,22 Prozent leichter bei 106,70 Zählern, während der Rentenmarkt-Index REX um 0,05 Prozent auf 111,93 Stellen nachgab. Die Umlaufrendite wurde am Freitag auf 4,93 Prozent (4,95) festgesetzt.

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