Überraschend hohe Gewinne
General Motors übertrifft eigene Erwartungen

US-Autobauer General Motors hat im ersten Quartal 2002 seinen Gewinn deutlich ausgebaut und damit sowohl die eigenen Erwartungen als auch die der Analysten übertroffen.

dpa/reuters DETROIT. Der größte Autohersteller der Welt verbuchte in den ersten drei Monaten vor außergewöhnlichen Aufwendungen und ohne die defizitäre Tochter Hughes Electronics einen Gewinn von 791 Millionen Dollar, wie GM am Dienstag in Detroit mitteilte. Das sind 146 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresquartal, in dem General Motors 321 Millionen Dollar verdient hatte. Der Umsatz lag bei 44,3 Milliarden Dollar gegenüber 40,7 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Die neuen Zahlen entsprechen einem Gewinn von 1,39 Dollar je Aktie. GM selbst hatte rund 1,20 Dollar Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt. Für das ganze Jahr 2002 rechnet GM nun mit rund fünf statt mit 3,50 Dollar je Aktie, für das zweite Quartal allein mit zwei Dollar. "Starke Verkaufszahlen in Nordamerika und Kostensenkungen haben unsere besseren Gewinne bewirkt", erklärte GM-Konzernchef Rick Wagoner.

Das schwache europäische Geschäft und hohe Restrukturierungskosten bei der GM Europe belasteten die Gewinnentwicklung. Es gab in der Berichtszeit in Europa Restrukturierungskosten von 407 Millionen Dollar. Damit will der amerikanische Autoriese seine europäischen Automobiloperationen auf Vordermann bringen. GM Europe verbuchte unter Ausklammerung der Restrukturierungsbelastung im ersten Quartal einen Verlust von 125 Millionen Dollar - im Vergleichszeitraum vor einem Jahr lag der Verlust lediglich bei 86 Millionen Dollar. Der höhere Verlust sei vor allem auf einen 15-prozentigen Produktionsrückgang zurückzuführen.

Die Restrukturierungsbelastung von 407 Millionen Dollar nach Steuern für den Sanierungsplan "Projekt Olympia" schloss Entschädigungen für ausscheidende Mitarbeiter, Abschreibungen von Vermögenswerten und die Durchforstung des Händlernetzes ein. Wagoner hofft, dass die Restrukturierung der europäischen Operationen gekoppelt mit einem aggressiven Neuwagenprogramm die Marken stärken und die Operationen sowie das Vertriebssystem effizienter machen wird. "Wir wissen, dass wir in Europa erhebliche Fortschritte machen müssen, und wir arbeiten hart, um dies zu erreichen", erklärte der GM-Boss.

GM hat in der Berichtszeit weltweit 2,037 (2,148) Millionen Autos ausgeliefert. Der Nordamerika-Absatz betrug 1,310 (1,350) Stück. Der Autoabsatz fiel in Europa deutlich auf 435 000 (499 000) Einheiten, und der Marktanteil gab auf 8,7 (9,4) Prozent nach.

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